World Solar Challenge: SunRiser in puncto Design auf der Überholspur

Als der thyssenkrupp SunRiser die Ziellinie passierte und am Samstag, den 24. Oktober im Stadtzentrum Adelaides einfuhr, jubelte und applaudierte die Menge. In einem der knappsten Rennen in der Geschichte der World Solar Challenge, erzielte der schnittige SunRiser mit einer Gesamtpunktzahl von 83,38 % den dritten Platz – hinter der Konkurrenz aus Japan (Platz 2) und den Niederlanden (Platz 1). Die Wagen wurden anhand folgender Kriterien bewertet: Gefahrene Solarkilometer, Passagierkilometer, Geschwindigkeit, Energieeffizienz, subjektive Bewertung von Design und Alltagstauglichkeit. Dabei machte die erreichte Fahrtzeit  70% der Gesamtpunktzahl aus, während 20% auf den dynamischen und 10% auf den statischen Praktikabilitätstest fielen. Besonders das Rückwärtseinparken stellte für viele Teilnehmer eine Herausforderung dar,  während der SunRiser diese Aufgabe dank rückwärts gerichteter Kameras mit Bravur meistere. Unter den Top 3 zeichnete die Jury den thyssenkrupp Sunriser für seine Alltagstauglichkeit und sein Vermarktungspotenzial aus.

Der ThyssenKrupp SunRiser überquert die Ziellinie in Adelaide.

Der thyssenkrupp SunRiser überquert die Ziellinie in Adelaide.

Zwei Jahre haben thyssenkrupp und die Hochschule in einer Forschungskooperation an dem praktikablen, sicheren und zuverlässigen Solarwage gearbeitet. Ein 40-Personen-starkes Team der Hochschule reiste Anfang Oktober nach Australien, um weiter an der Strategie, Fahrtechnik, Instandhaltung und Logistik für das Rennen zu tüfteln. Tapfer trotzten sie Tagestemperaturen von 37 Grad Celsius, kalten Wüstennächten, aufdringlichen Outback-Fliegen und hungrigen Moskitos.

Die rauen Begebenheiten von Rennen und Outback forderten die Studenten dazu heraus, zu lernen, auch unter extremen Bedingungen und Druck ausgezeichnete Ergebnisse zu erzielen. „Das war eine tolle Erfahrung für uns. Wir hatten keine großen Schwierigkeiten, das Auto funktionierte technisch einwandfrei. Unser Team hat sich um den Aufbau der Schlafplätze, das Catering, Logistik und so weiter gekümmert – wir sind wirklich dankbar für die Unterstützung jedes Einzelnen. Das war insgesamt ein großer Erfolg für das gesamte Team“, betont der Projektleiter des Solarcar-Teams, Matthias Wiemers.

Das Team der Hochschule Bochum und der ThyssenKrupp SunRiser.

Das Team der Hochschule Bochum und der thyssenkrupp SunRiser.

Der SunRiser begeisterte das Publikum und zog eine Menge Aufmerksamkeit auf sich – viele fragten direkt, wann das Modell auf dem Markt erhältlich sei. Ursprünglich basierte der Sonnenwagen auf ein einem amerikanischen Muscle-Car-Modell, aber die Studenten passten Form und Design so an, dass er als zeitgenössischer Sportwagen Eindruck beim Publikum hinterlassen würde. Innovation und Alltagstauglichkeit sorgten zusätzlich dafür, dass sich der SunRiser von den anderen Autos abhob. „Der SunRiser fährt auch bei hohem Tempo sicher und stabil und kann eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erreich“, erklärte Stefen Spychalski von der Hochschule Bochum.

Wir gratulieren Stefan Spychalski und seinem Team für die Glanzleistung bei der World Solar Challenge und freuen uns auf den nächsten Wettbewerb in Down Under!

Dieser Artikel wurde von unserem australischen Kollegen Chris Coulson beigesteuert und von unserem Corporate Communications-Team editiert.  

 

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