Wie vernetzte Mobilitätslösungen Flughäfen effizienter machen

Digitalisierung und Industrie 4.0 | Innovationen | Mobilität der Zukunft | Technologietrends | Unternehmen | Von oben betrachtet müssen Flughäfen wie riesige Ameisenhaufen aussehen: Tausende Menschen kommen an, wechseln das Gate, steigen in Züge, suchen ihr Terminal, fliegen ab. Wie wird dieser Ansturm eigentlich organisiert? Um bei diesem Wimmelbild den Überblick zu behalten – und einen reibungslosen Ablauf zu garantieren – braucht es Mobilitätslösungen, die intelligent sind und sich untereinander austauschen.

„In den meisten Flughäfen gibt es verschiedene Mobilitätslösungen, zum Beispiel Flughafenbrücken, Aufzüge, Fahrsteige oder Züge. Würden die Mobilitätslösungen nicht miteinander kommunizieren, würden die Flughafenbetreiber keine Echtzeitinformationen erhalten und Probleme nicht erkennen, bevor sie überhaupt auftreten. Dann können sie auch keine Verspätungen verhindern, wenn es zu Fehlfunktionen, Alarm oder anderen unerwarteten Situationen kommt“, erklärt Miguel Lasheras von thyssenkrupp.

Wenn die Daten der Mobilitätslösungen miteinander verbunden sind, kann ein Alarm unmittelbar auf Probleme und Fehlfunktionen hinweisen, bevor diese zu Verspätungen führen. So kann der Betrieb am Flughafen dann ganz normal weiterlaufen.

Messe Airport Aviation & Innovation zeigt neue Trends der Branche

Miguel Lasheras stellt die Möglichkeiten vernetzter Mobilitätslösungen in diesem Jahr bei der Messe Airport Automation & Innovation 2018 am Londoner Flughafen Heathrow vor.

Einen passenderen Ort für diese Messe hätten die Veranstalter kaum finden können.

Flughafen Heathrow London Vernetzte Mobilitätslösungen am Heathrow in London

76.000 Mitarbeiter kümmern sich in Heathrow darum, dass die Passagiere ihr Ziel erreichen. Unterstützt werden sie von etlichen Aufzüge, Laufbänder und Fluggastbrücken.

Über 78 Millionen Passagiere sind hier im Jahr 2017 gelandet oder abgeflogen – damit ist Heathrow der größte Flughafen Europas und der sechstgrößte der Welt. 76.000 Mitarbeiter kümmern sich hier darum, dass die Fluggäste schnell und reibungslos zu ihrem Ziel kommen. Dabei müssen sie sich darauf verlassen können, dass auch die vielen Aufzüge, Laufbänder und Fluggastbrückenso effizient wie möglich sind.

Miguel Lasheras zeigt in Heathrow am Beispiel des Toronto Pearson International Airport, wie die Daten Flughäfen effizienter machen.

Mobilitätslösungen arbeiten mit erweiterter Intelligenz

„Wir arbeiten mit erweiterten Intelligenzen und verwandeln die gesammelten Daten in praktische Informationen, die dann mit anderen Anwendungen und Systemen des Flughafens gekoppelt werden können“, so Lasheras. Im Gegensatz zu künstlicher Intelligenz sammelt das System Informationen für den Menschen. Dieser kann auf deren Basis die beste Entscheidung treffen. Dabei liegt die komplette Kontrolle weiterhin beim Menschen.

Die Systeme müssen sich auf immer neue Umfelder einstellen – schließlich ist jeder Flughafen anders. Die Mobilitätslösungen arbeiten dann mit immer anderen Technologien zusammen. „Die Herausforderung ist es, Multi-System-Lösungen zu entwickeln, die mit bereits existierenden Systemen zusammenarbeiten können.“ Diese Zusammenarbeit und der Austausch müssen reibungslos laufen. Nur dann können auch die Passagiere ihre Reise ganz entspannt und stressfrei antreten.

 

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