Wie fachliche Diversität innovative Ideen inspiriert

Digitalisierung und Industrie 4.0 | Ingenieurskunst | Innovationen | Technologietrends | Das TechCenter Control Technology in München ist Geburtsstätte für innovative Digital-Lösungen. Die Systemlösungen, die hier entwickelt werden, nutzen zahlreiche Elemente der digitalen Welt – wie zum Beispiel: Mechatronik, Simulation und Datenanalytik.

Eine vielversprechende Idee für ein neues Produkt bringt viel Begeisterung mit sich. Die Frage ist: Ist die Idee auch umsetzbar? Eine Simulation kann Fragen dieser Art beantworten, bevor viel Zeit und Geld in die Produktion gesteckt werden, und Schwachstellen identifizieren. Wer im thyssenkrupp Konzern die Machbarkeit einer Idee auf diese Weise prüfen will, geht zum Forscherteam im TechCenter Control Technology in München.

TechCenter München, thyssenkrupp
Im TechCenter in München treffen verschiedene Disziplinen aufeinander und kommen gemeinsam zu erstaunlichen Ergebnissen.
TechCenter München, thyssenkrupp
Zeit für die Forschung: Hier haben unsere Experten die Möglichkeit, neue Wege zu beschreiten.
TechCenter München, thyssenkrupp
Im TechCenter werden verschiedene Szenarien und Lösungsansätze analysiert.

Mega-Projekt zur Emissionsreduktion

Ein aktuelles Projekt ist Carbon2Chem, das die Nutzung von Hüttengasen aus der Stahlproduktion als Rohstoff für chemische Produkte verfolgt, um damit Kohlendioxid-Emissionen zu verringern. Hierbei handelt es sich um riesiges Projekt, an dem unter gemeinsam mit thyssenkrupp zahlreiche Industriepartner wie BASF, Linde und Siemens, aber auch Forschungsinstitutionen beteiligt sind.

Carbon2Chem

Carbon2Chem macht aus Emissionen wertvolle Chemikalien.

Für Carbon2Chem müssen die unterschiedlichsten Anlagenteile zusammengeführt werden: ein Stahlwerk, ein Kraftwerk, die Gasreinigung, chemische Anlagen, eine Elektrolyse und viele andere.

Die Experten des TechCenter arbeiten an einer Simulation für Carbon2Chem „Damit ist es uns möglich, die verschiedenen Modelle der Anlagenteile in einer großen Simulation zusammenzuführen und damit den ganzen Anlagenverbund abzubilden“, erklärt Maschinenbauingenieur Jonas Grundler. Grundler und zwei seiner Kollegen sind Teil des Simulationsteams. Geschätzt wird, dass Carbon2Chem etwa im Jahr 2030 großindustriell anwendbar sein könnte.

Ein Katalysator für die digitale Transformation

Die Arbeit von Grundler und seinen Kollegen ist ein gutes Beispiel für die digitale Transformation, die derzeit viel diskutiert wird. Dahinter verbergen sich die Vernetzung überall zugänglicher Daten, mathematische Modelle und selbstlernende Algorithmen – aber auch neue Formen der Zusammenarbeit in weltweit vernetzten interdisziplinären Teams mit transparenten, schnellen Entscheidungsprozessen.

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Unsere Experten vom TechCenter München entwickeln innovative digitale Lösungen.

Das Entwicklerteam in München erarbeitet innovative Systemlösungen auf den Feldern Mechatronik, Simulation und Datenanalytik und nutzt dafür alle Elemente der digitalen Welt, beginnend mit Sensoren und Signalelektronik am Anfang der digitalen Datenkette über Algorithmen zur Systemoptimierung mit künstlicher Intelligenz bis hin zu mathematischen Modellen von Betriebsanlagen, die über die Cloud miteinander kommunizieren. Wie alle TechCenter im thyssenkrupp – Konzern arbeitet das Team in Querschnittstechnologien, auf die jeder Bereich des Konzern Zugriff hat.

So viel digitale Innovation steckt in der Aufzugslösung MULTI

Für die Elektronik-Experten des TechCenters gehört auch das Projekt „MULTI“ zu den wichtigsten Herausforderungen. Dabei geht es darum, mehrere Aufzugskabinen in nur einem Schacht fahren zu lassen – ohne Seil. Die Münchner Kollegen sind dabei zuständig für den Antrieb, die Sensorik und die Steuerung der Bewegungsabläufe. „Wir spezifizieren den Motor und die dazugehörige Leistungselektronik.

Der MULTI läutet durch seine sowohl vertikale als auch horizontale Fahrtrichtung ein neues Zeitalter für die Aufzugsbranche ein.

Das liegt nahe, denn wir kommen ja von der Transrapid-Technik. Wie dort wird auch im Multi-Aufzug ein Linearantrieb eingesetzt“, sagt Elektroingenieur Janos Jung, der das Projekt von Anfang an begleitet. Er und seine Kollegen behalten aber auch die neuesten Technologien in der Leistungselektronik und in der Prozesselektronik im Auge. „Wir müssen immer auf der Höhe der Technik sein, damit wir bei schwierigen Fragen eine Lösung vorschlagen können“, weiß Jung.

Die gut 20 Forscher im TechCenter Control Technology arbeiten in einem modernen, lichtdurchfluteten Bürogebäude im Norden der bayerischen Hauptstadt. Bei gutem Wetter sind durch die Fenster des Gebäudes die Alpen sichtbar. Vor Ort sind alle relevanten Fachrichtungen vertreten – Ingenieurwissenschaften, Physik, Mathematik, Informatik. Es herrscht eine inspirierende Diversität: Die beste Voraussetzung für innovatives Denken und visionäre Systemlösungen.

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