Weiße Ware bekennt Farbe…

Mit den neuen, farbigen Sondermodellen der Constructa Waschmaschine hat BSH Hausgeräte sein Spektrum erweitert und wurde dafür mit Red Dot Award 2016 für Product Design ausgezeichnet. Nach der ersten exklusiven Ausführung „Classic 65“ im letzten Jahr – das Modell ist bereits ausverkauft – sind ab sofort vier limitierte „Deluxe 100“-Varianten erhältlich, die Farbe ins Spiel bringen. Die Waschmaschinen im Retrodesign kommen mit einer Frontfläche in Sonnenorange, Türkis und Graubraun in den Handel. Zusätzlich gibt es eine Version mit schwarz-weißem Blumenmuster. Der Clou hierbei: Die Blüten lassen sich mit Permanentmarkern nach eigenen Vorstellungen ausmalen.

Teamarbeit – Verständnis ist gut, Vertrauen ist besser

Aus einer Idee ein Serienprodukt zu machen, verlangt Wissen, Leidenschaft und engagierte Mitarbeiter. Beim Stahlhersteller von thyssenkrupp hat Alfred Bierhoff die Produkteinführung über viele Jahre intensiv begleitet. „Bereits 2010 gab es erste Musterversuche“, so der technische Kundenberater aus Siegen-Kreuztal. „Man darf nicht aufgeben und muss dem Kunden stets neue Möglichkeiten aufzeigen. Meine Aufgabe ist es, Schwierigkeiten zu erkennen und Lösungen zu finden.“ Und die hat er mit pladur® Aesthetic Print gefunden. Denn das wichtigste Merkmal bei einem Hausgerät: „Es muss eine absolut perfekte Oberfläche haben“, so Bierhoff. Gute Teamarbeit ist hier entscheidend, beim Kunden, beim Lieferanten, aber auch untereinander. „Das gegenseitige Vertrauen, das durch die langjährige Partnerschaft besteht, hat hier sehr geholfen“, sagt er. „Natürlich gab es knifflige Situationen. Umso wichtiger ist der permanente persönliche Austausch.“

Die heiße Phase begann vor etwa zwei Jahren und damit die Kooperation mit einem weiteren Partner: dem Thermosublimierer, um Farbe und Dekor in den Werkstoff zu bringen. Für das Gelingen dieses Projektes war ein gewaltiger Know-how-Transfer auf allen Seiten erforderlich. Gemeinsam wurde ein Premium-Produkt geschaffen, das sich für Waschmaschinen und viele weitere Geräte eignet.

Inneneinrichtung – Individualität auch beim Waschen

Was das optische Design betrifft, so spricht man bei großen Haushaltsgeräten seit jeher von weißer Ware, da der Farbton Weiß bei Kühl- und Gefrierschränken, Waschmaschinen und Trocknern überwiegt. „Es gibt natürlich auch hochwertige Haushaltsgeräte aus Edelstahl, folierten Produkten mit Edelstahloptik und speziellen Metallic-Anmutungen“, sagt Robert Winter. Er ist bei BSH für den weltweiten Stahleinkauf zuständig und verantwortlich dafür, dass an allen Standorten der gewünschte Werkstoff zur Verfügung steht.

Axel Pohl, der im Stahlbereich von thyssenkrupp für alle organisch bandbeschichteten Produkte pladur® und die Hausgeräteindustrie vertriebsverantwortlich ist, stimmt zu: „Zwischen unseren Häusern gibt es bereits seit Jahren eine intensive Entwicklungspartnerschaft, sodass wir nicht nur ein bedeutender Partner bei den weiß lackierten Produkten sind, sondern auch erster Ansprechpartner, wenn es um hoch- und höchstwertige Nischenprodukte geht.“

Das Blech muss leicht zu verarbeiten sein. „Wenig Stillstandzeiten in den Anlagen und ein geringer Ausschuss sind ein wichtiger Aspekt“, sagt Sascha Haas. Als Leiter der Entwicklungsabteilung in der Wäschepflegefabrik Nauen hat er sich maßgeblich für die Umsetzung und den Einsatz des Produkts pladur® Aesthetic Print eingesetzt. „Dass wir die optisch außergewöhnliche Maschine nun hier produzieren können, freut uns besonders“, so Haas. „Diese Innovation ist nicht zuletzt dank des Engagements der Mitarbeiter entwickelt worden.“

Entwicklungsstandort – aus Berlin für die Welt

Sich den Kundenwünschen immer wieder neu anzupassen, bedarf kontinuierlicher Forschung und Entwicklung. Für den Bereich Wäschepflege unterhält die BSH seit 2011 in Berlin ein eigenes Technologiezentrum für alle Marken des Unternehmens. Neben dem Qualitätsmanagement und der globalen IT werden dort zukunftsfähige, effiziente und unsere Ressourcen schonende Wäschepflegegeräte mit länderspezifischen Besonderheiten konzipiert. „In Asien und den USA wäscht man lieber mit kalten Temperaturen.

In Indien verkaufen wir Geräte mit einem speziellen Waschprogramm für Saris“, erklärt Martina Wöbkemeier, Leiterin der Werkstofftechnik in Berlin. Der asiatische Markt verlange zudem nach extrem leisen Geräten. „Aufgrund der beengten Räumlichkeiten stehen die Maschinen im Wohnbereich. Da dürfen Schwingungen nicht nach außen getragen werden.“ Der Profi nennt das ein gutes Geräuschdesign.

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