Von der Uni in die Werkstatt: #ChallengeAccepted

Ausbildung bei thyssenkrupp | Karriere bei thyssenkrupp | Menschen bei thyssenkrupp | Abitur – und was kommt als nächstes? Durin Jouma entschied sich zunächst für ein Lehramtsstudium in Essen. Doch dann kamen Zweifel auf und sie entschied sich anders. Ein Praktikum bot entsprechende Orientierungshilfe und so schlug sie einen neuen Weg ein – ohne das Lehramstsstudium. Eine Ausbildung zur Industriemechanikerin bei thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg: ein neuer Lebensabschnitt mit spannenden Aufgaben lag vor ihr.

Warum hast Du Dein Studium abgebrochen?

Nach ein paar Semestern merkte ich einfach, dass mir der Praxisbezug fehlte. Das Studium war langweilig und sehr theorielastig. Mir fehlte etwas. Und zwar das Arbeiten mit den Händen. Schon in der Schule hatte ich im Technikunterricht Spaß daran, zu basteln und Gegenstände nach Vorlagen zu fertigen.

Wie hast Du Deinen Ausbildungsplatz bei thyssenkrupp Steel Europe gefunden?

Durch meine ältere Schwester, die hier bereits als Verfahrensmechanikerin arbeitet und mir zu einem Praktikum verhalf. Das hat mir so gut gefallen, dass ich damals gar nicht mehr weg wollte. Schnell war die Entscheidung für eine Ausbildung und gegen mein Studium gefallen.

Wie ging es dann weiter?

Nach dem Praktikum reichte ich meine Bewerbungsunterlagen ein, es folgten ein Test und ein Vorstellungsgespräch. Zunächst wollte ich Verfahrensmechanikerin werden, wie meine Schwester. Doch es war kein Ausbildungsplatz frei. Stattdessen bot man mir eine ähnliche Ausbildung an, nämlich die der Industriemechanikerin. Da man in diesem Beruf auch viel handwerklich arbeitet, ergriff ich sofort die Chance.

Und den Schritt nie bereut?

Nein, überhaupt nicht. Ich bin so froh, endlich praktisch arbeiten zu können. Die Arbeit ist abwechslungsreich und fordert mich. Bereits in der Ausbildungszeit werden wir in betriebliche Prozesse einbezogen und fertigen in der Lehrwerkstatt beispielsweise Befestigungen für Schilder im Betrieb an. Es macht mir auch nichts aus, morgens um halb sieben in der Werkstatt sein zu müssen, bzw. um acht Uhr in der Schule. Im Vergleich zur Uni ist das richtig früh, aber das ist auch ein Vorteil, denn so habe ich mehr von dem Tag.

Welche Stufen durchläufst Du in Deiner praktischen Ausbildung?

Im ersten und zweiten Lehrjahr sind wir ausschließlich in der Lehrwerkstatt und besuchen an zwei Tagen in der Woche die Berufsschule. Im dritten Lehrjahr geht es dann in den Betrieb. Ich werde im Elektrikhauptwerk eingesetzt werden, um Motoren zu warten und instand zu setzen.

Was gefällt Dir besonders gut an Deiner Ausbildung?

Vieles! Nicht nur die inhaltliche Themenvielfalt, sondern auch der moderne Maschinenpark und das umfassende Schulungsangebot. Besonders interessant sind auch die Weiterenwicklungsmöglichkeiten: bereits mit Beginn des dritten Lehrjahrs kann ich mich für die Weiterqualifizierung zur Technikerin anmelden. Das findet man sonst nirgendwo.

Wie ist das Verhältnis zwischen Azubis und Ausbilder?

Gut. Sehr freundlich und gleichzeitig respektvoll. Die Ausbilder unterstützen uns wo es nur geht und stehen sogar mit uns zusammen an der Werkbank. Wir arbeiten in einem Team zusammen, ohne dass man Hierarchien bemerkt.

Welche Voraussetzungen sollte man für den Beruf Industriemechanikerin mitbringen?

Grundsätzlich kann sich hier jeder bewerben, egal mit welchem Schulabschluss. Wichtig ist meiner Erfahrung nach nur, dass man Spaß an Mathematik und Technik mitbringt. Im Beruf muss man später zum Beispiel Volumen und Flächen berechnen können. Wenn man dann kein Verständnis für Zahlen hat, macht die Ausbildung keinen Sinn. Außerdem darf man sich nicht zu schade sein, ab und zu mal dreckig zu werden, das bringt der Beruf eben mit sich.

Industriemechaniker ist ein klassischer Männerberuf.

Finde ich nicht. In meinem Lehrjahr bin ich zwar die einzige Frau unter 49 Männern, aber Frauen sind genauso talentiert und eignen sich für diesen Beruf genauso gut wie Männer. Da sehe ich keinen Unterschied.

thyssenkrupp in einem Wort

#tolerant

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Vorangegangen auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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