Vom Technikzentrum in die Suppenküche

Ausbildung bei thyssenkrupp | Helfen, wo Hilfe notwendig ist: Unsere Auszubildenden unterstützten drei Wochen lang die Suppenküche "KANA" im Dortmunder Norden

Dienstbeginn am frühen Morgen: Zunächst heißt es für die Auszubildenden, Stühle von den Tischen zu nehmen und Speiseraum sowie Küche vorzubereiten. Im Anschluss geht es in der Küche in den Stuhlkreis. Hier wird, ganz klassische Teambesprechung, der Tagesablauf durchgespielt – mit einem entscheidenden Unterschied zum normalen Ausbildungsalltag: Die jungen Helfer sitzen vor einem beeindruckenden Berg Kartoffeln. Die müssen für die mittäglichen Besucher geschält und zubereitet werden, frisch natürlich.

Wenn Raphael Saumann, Philipp Passmann, Lara Richter, Melinda Breitkopf sowie Jolina Räder und Kristin Sasse derzeit über ihre Ausbildung reden, dann kommen in diesen Tagen weder kaufmännische noch technische Begriffe zur Sprache. Sie nutzten das Angebot, während der Ausbildung in ein Leben jenseits von fachbezogenen Inhalten einzutauchen und sich sozial zu engagieren. Die Azubis halfen in zweier Teams in der Suppenküche „Kana“ im Dortmunder Norden aus. Seit 1991 werden in der Einrichtung täglich rund 300 Bedürftige mit frischem Essen versorgt.

Suppenkelle und Spülschwamm statt PC und Werkzeug

„Dass man das Kochen lernt, ist ein schöner Nebeneffekt“, lächelt Lara Richter. Sie absolviert zurzeit eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement im Stahlbereich von thyssenkrupp; in der Suppenküche springt sie nun überall dort ein, wo Hilfe gefragt ist.

Hier herrscht eine Atmosphäre der Gemeinschaft, in der alle sofort mithelfen, ohne lange zu fragen.

Lara Richter Auszubildende bei thyssenkrupp

und ihre Kollegin Melinda ergänzt: „Und wir sind mittendrin. Bei der Verteilung der Mahlzeiten kommt man immer wieder ins Gespräch, lernt Menschen kennen und erfährt ganz viel.“

Nach dem Essen, wenn die Gäste verabschiedet sind, geht es zurück in die Küche: Spülen, aufräumen, wischen – bei allen Aufgaben legen die Auszubildenden mit Hand an. Auch der „Dienstschluss“ verschiebt sich in dieser Woche bisweilen nach hinten. Das ist aber kein Thema. Für sie, da sind sich die sechs jungen Leute einig, ist diese Zeit eine echte Bereicherung.

Die „Soziale Woche“ ist fester Bestandteil des Ausbildungsprogramms, nicht nur in der Weihnachtszeit. Zuletzt versorgten Auszubildende Bewohner eines Altenheims und renovierten eine Begegnungsstätte für geflüchtete Menschen.