Vielfalt ist der Schlüssel

Menschen bei thyssenkrupp | Dana Evert ist Senior Vice President Human Resources für Nordamerika bei thyssenkrupp. Sie ist überzeugt, auch in der Personalarbeit gilt: Vielfalt ist der Schlüssel.

Vor mehr als 15 Jahren begann Dana Evert ihren Weg bei thyssenkrupp Nordamerika. Zuvor war sie einige Jahre als Personalsachbearbeiterin bei einem kleinen Hersteller für Kupfer und Messing tätig, doch Dana Evert sehnte sich nach einer Aufgabe in einem großen Team. Nach ihrem MBA Abschluss in der Fachrichtung Personalmanagement an der Wayne State University in Detroit 2002, war sich die Mutter eines heute 13 Jahre alten Mädchens dann absolut sicher, dass dies ihr Job war: Als Human Resources Manager die verschiedenen Geschäftseinheiten von thyssenkrupp Materials Services zu unterstützen.

Das Personalmanagement muss das Geschäft verstehen

Zuerst arbeitete Dana auch in Projekten, die nicht unmittelbar etwas mit Personalmanagement zu tun hatten, erinnert sie sich: „Ich habe die Inventur gemacht und bei der Materialbeschaffung geholfen, bevor ich mich um die Stellenangebote gekümmert habe.“ Diese Erfahrungen haben ihr geholfen, das Geschäft von A bis Z kennen zu lernen, vermittelten ihr eine genaue Vorstellung des Personalmanagements und welche Rolle diese Einheit spielen sollte, sagt Dana heute. Fünf Jahre später wurde ihr der Job als Senior Human Resources Manager für thyssenkrupp Materials Nordamerika angeboten: „Ab diesem Zeitpunkt wuchs ich in eine größere Führungsverantwortung hinein und begann die anderen HR Manager in der Gruppe zu leiten.“ Wenige Jahre später wurde sie zur Leiterin Human Resources Materials befördert, dann wurde sie Vice President. Seit Oktober 2016 ist Dana Evert jetzt Senior Vice President Human Resources für Nordamerika. „Ich bringe alle Personalleiter an einen Tisch, um die verschiedenen Themen zu besprechen und eine Strategie für Nordamerika zu entwickeln”, erklärt Dana Evert ihre Funktion. Ihr Motto: Ein geteiltes Problem ist ein halbes Problem. „Ich finde es toll, in einem großen Team zusammenzuarbeiten und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“

Vielfalt ist der Schlüssel

„Unsere größte Herausforderung ist es, Talente zu finden, zu behalten und sie zu entwickeln“, benennt Evert die gegenwärtige Priorität im Personalmanagement und beschreibt ihr generelles Prinzip: „Ich bin ein großer Fürsprecher von Ideenvielfalt. Ich möchte nicht in den Raum kommen und von jedem dieselben Antworten hören. Ob es nun Frauen oder Männer sind, Menschen aus fremden Kulturen oder aus anderen Bereichen – Vielfalt ist der Schüssel“, sagt sie. „Wenn wir immer nur im Vertrieb oder in der technischen Abteilung für spezifische Positionen suchen, verpassen wir womöglich die idealen Kandidaten!“ Was rät sie Berufseinsteigern, die eine Karriere in einem Industrieunternehmen anstreben? „Sagt ja zu der Gelegenheit, geht hinaus und erlernt das Geschäft. Sagt ja zu Projekten, die jenseits Eurer ursprünglichen Funktion liegen, bittet um Rat und habt niemals Angst zu fragen“, so Dana.

Autor

Stephanie Dethier
  • geschrieben von Stephanie Dethier
  • 8. August 2018

Liebe Dana,

Sie sprechen mir aus dem Herzen. Vielfalt ist nicht „nur“ ein Gender-Thema, sondern muss definitiv weiter betrachtet werden.
Mit lauter Stereotypen im Team kann man sich nicht ergänzen und Erfolge auf den Weg bringen. Dies geht besser in „Diverse“ besetzten Teams. Dies weiß ich aus meiner langjährigen Erfahrung bei meinem vorherigen Arbeitgeber. Hier haben wir z.B. im Rahmen von Besetzungsprozessen bewußt darauf geachtet, die Lücken im Team zu schließen, nicht nur auf der fachlichen Ebene, sondern insbesondere auf der Verhaltensebene. Auch haben wir Team-„Diagnostigs“ erstellt, damit die Teammitglieder sich in Ihrer Unterschiedlichkeit verstehen und diese bewußt einsetzen, bzw. wenn zu viele Stereotypen da waren, sich dessen bewußt werden und bewußt gegen steuern. Team, konnte eine Abteilung, eine Arbeitsgruppe oder auch ein Projektteam sein, je nach Aufgabenstellung.

Ich würde mich freuen, dies bei tk verstärkt zu sehen, da ich mir sicher bin, dass dies ein Mittel zum Erfolg ist, den wir dringend brauchen.

Beste Grüße

Autor

Dana Evert
  • geschrieben von Dana Evert
  • 8. August 2018

Hi Stephanie,

Thank you for the kind words, my reply is in English since I do not speak German. Luckily, I have a team member here at the North American RHQ that was able to help. I like the team diagnostics approach and we are already using similar approaches in North America for some teams. It can be incredibly beneficial. I am also excited that we have kicked off the global functional team for recruiting. I know this expertise will bring insight into the recruiting process to ensure we are seeking those candidates that not only have the skills, but can add value to the organization through diversity of thought . Best regards

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