Traumjob in der Wüste – eine Zementanlage besonderer Größenordnung

Arbeitssicherheit | Menschen bei thyssenkrupp | thyssenkrupp weltweit | Es ist eines der aktuell größten Projekte von thyssenkrupp: Das Zementwerk von Yamama Cement 80 Kilometer östlich von Riad entfernt. Einer von zeitweise mehr als 3.500 Arbeitern, die am Bau der riesigen Produktionsanlage beteiligt sind, ist Antony Maria John, Civil Quality Control Engineer bei thyssenkrupp.

Das 2016 gestartete Projekt – mitten in der Wüste – hat den jungen Ingenieur bei thyssenkrupp Industrial Solutions sofort in seinen Bann gezogen. „Ich bin seit Januar 2017 dabei. Ich mag vor allem das wirklich einzigartige Design der Anlage. Insbesondere die mobile Brecher-Anlage ist beeindruckend“, schwärmt Antony. Dank Anlagen wie dieser können 20.000 Tonnen Zement pro Tag im Yamama Zementwerk hergestellt werden. Eine unvorstellbar große Menge des grauen Baumaterials.

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Die Yamama Cement Produktionsanlage erscheint als imposantes Konstrukt aus Stahl mitten in der Wüste östlich von Riad.

Die Bedeutung von Zement zu Zeiten der Urbanisierung

Zement ist ein altbewährtes Material, aber ist es auch zukunftsfähig? Die Antwort lautet: Ja und zwar dort, wo gebaut wird. Und gebaut wird ganz schön viel: Zum ersten Mal seit Anbeginn der Menschheit lebt über die Hälfte der globalen Bevölkerung in Städten. Durch die kontinuierlich fortschreitende Urbanisierung wird die Zahl der Stadtbevölkerung bis 2050 um weitere 2,8 Milliarden ansteigen.

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Die Bevölkerung steigt vor allem in urbanen Ballungsgebieten: Genau hier wird viel gebaut – unter anderem mit Zement.

2050 wird der Anteil der städtischen Bevölkerung Prognosen zufolge somit bei 70 Prozent liegen. Stahl und Beton sichern ausreichend Wohn- und Gewerberaum sowie funktionierende Abwasser- und Verkehrssysteme. Antony Maria John erklärt den anhaltenden Erfolg von Zement im Zeichen der Urbanisierung wie folgt: „Die Infrastruktur des Landes spielt eine wichtige Rolle, wenn es um den Ausbau von Städten geht. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Wert von Zement heute höher ist als je zuvor und im Zuge der Urbanisierung in Zukunft noch zunehmen wird.“

Ein Projekt mit enormen Größenmaßstäben– Wie man den Überblick behält

Als Ingenieur für die Bauüberwachung ist Antony Teil des Civil Quality Teams und verantwortlich für die Qualitätskontrolle des Zementwerks, einschließlich der damit verbundenen Inspektionen – um sicherzustellen, dass das alle Abläufe innerhalb der Anlage reibungslos von Statten gehen und niemand während des Betriebs zu Schaden kommt. Derzeit arbeiten mehr als 40 Ingenieure im Zementwerk. Die Teams für Bauüberwachung sowie Occupational Safety and Health arbeiten zusammen, um die Arbeitssicherheit, gemäß hoher Standards, zu gewährleisten. Antonys Team hat normalerweise etwa 50 Inspektionsaufträge pro Tag innerhalb des Werks.

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Einige Zahlen zu der Riesenanlage von Yamama Cement: Eine Jahreskapazität von 6,6 Mio. Tonnen Klinker und 7 Mio. Tonnen Zement aus zwei Produktionslinien; 68.000 Tonnen Lieferungen; 43.500 Tonnen Baustahl, 305.000 m3 Beton sowie ein 13,8 km langer Zaun um die Anlage herum.

„Die Art der Aufgaben in einem Werk dieser Größe unterscheidet sich eigentlich nicht großartig von denen, die man in kleineren Projekten bewältigen muss. Beim Yamama Zementwerk besteht die Herausforderung in der schieren Größe der Anlage. Die Anzahl der Inspektionen pro Tag allein stellt eine organisatorische Herausforderung dar.“, betont Antony.

 Weniger Feinstaub durch Zementproduktion

Bei der Zementproduktion entsteht Staub, unter anderem auch Feinstaub, der die Luftqualität negativ beeinflusst. Um die Produktion umweltfreundlicher zu gestalten, wurde im Yamama-Zementwerk viel Wert auf ein effektives Filtersystem gelegt. „Es werden Kanalventilatoren installiert, um den Staub zu sammeln – schadstofffrei. Zudem verfügen wir über große Filteranlagen, die für den gleichen Zweck installiert wurden.“, berichtet Antony.

„Eigentlich wollte ich immer Priester werden“

Hochleistungsanlagen und ambitionierte Stahlkonstruktionen: Antony scheint seinen Traumjob gefunden zu haben. Dabei hatte der Bauingenieur ursprünglich ganz andere, etwas weniger „irdische“ Ambitionen: „Eigentlich wollte ich immer Priester werden“, schmunzelt der Sohn eines Fischers. „Aber während meiner Uni-Zeit habe ich viele Videos von Hochhäusern und großen Konstruktionen gesehen. Ich habe davon geträumt, eines Tages ein Teil eines solchen Projektes sein zu können. Und genau das bin ich jetzt“, freut sich Antony.

„Mein Motto ist: Arbeite hart und mit Hingabe, dann kannst du alles erreichen“, verrät Antony, für den sich harte Arbeit und Leidenschaft für den Job schon heute ausgezahlt haben. Irgendwann in der Zukunft würde der ambitionierte Ingenieur auch gerne als Bauleiter arbeiten, um sich noch größeren Herausforderungen zu stellen und Großprojekte in Eigenverantwortung zu managen.

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Antony Maria John, Civil Quality Control Engineer, vor Ort im Zementwerk von Yamama Cement: Ein so großes Projekt wie dieses Werk kann nur dann reibungslos laufen, wenn alle Teams eng zusammenarbeiten, wie z.B. das Civil Quality Control Team, das die notwendige Sicherheit auf der Anlage gewährleistet.

Das ist #together: Ein Großprojekt mit Teamgeist

„Die Identität von thyssenkrupp wird für mich ganz besonders mit dem Wort together beschrieben. Die Koordination und die Unterstützung durch unsere Kollegen sind wirklich sehr wichtig. Ich habe das vor Ort selbst erlebt. Es gibt hier über 20 Nationalitäten, die Hand in Hand zusammenarbeiten. Und das, weil sie die Bedeutung von together verstanden haben. Besonders deshalb bin ich froh, ein Teil von thyssenkrupp zu sein.“ Der Zusammenhalt und fachliche Expertise machen unsere Teams stark. #together ist genau die Einstellung, die auch dazu beigetragen hat, eine riesige Anlage wie das Yamama-Zementwerk erfolgreich in Betrieb zu nehmen.

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