thyssenkrupp lebt Arbeitssicherheit über Werksgrenzen hinweg

Arbeitssicherheit | thyssenkrupp weltweit | Vor rund zwei Jahren wurde das Team der Acciai Speciali Terni (AST) Production Manager für seine erfolgreiche Kampagne zur Förderung der Arbeitssicherheit im thyssenkrupp Edelstahlwerk AST ausgezeichnet. In Zeiten steigender Corona-Infektionen in Italien, spendete das Team nun sein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro an das Santa Maria Hospital der Stadt Terni, im Süden Umbriens. Neben Atemschutzmasken zum Schutz des örtlichen Pflegepersonals, ermöglichte die Spende den Erwerb eines portablen Ultraschallgeräts, zur schnelleren Diagnose von Corona-Patienten.

Wir haben mit Giovanni Scordo, Scordo, Welfare Manager beim thyssenkrupp Edelstahlwerk Acciai Speciali Terni (AST), und seinen Kollegen über Arbeitssicherheit und die Motivation zur Spende gesprochen.

„Wir haben bei den Ärzten und dem Pflegepersonal des Santa Maria Hospitals nachgefragt, was sie in der Corona-Pandemie besonders für ihre Arbeit benötigen. Die Antwort war deutlich: Schutzmasken und ein portables Ultraschallgerät, mit dem COVID-19-Patienten schneller und besser untersucht werden können.“, erzählt uns Scordo. Das Team war sich schnell einig: Um zu helfen, würden sie auf ihr Preisgeld aus dem internen Arbeitssicherheit-Wettbewerb verzichten.

Ein tragbares Ultraschallgerät für COVID-19-Patienten im Krankenhaus Santa Maria in Terni.

Arbeitssicherheit bei thyssenkrupp

Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz haben bei thyssenkrupp höchste Priorität: Unter Occupational Safety and Health verstehen wir, sichere und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen, um Unfälle, arbeitsbedingte Erkrankungen sowie körperliche und psychische Krankheiten durch die Arbeit zu vermeiden.

Um das Bewusstsein für dieses Thema innerhalb der Organisation zu schärfen, veranstaltet thyssenkrupp jährlich einen Arbeitsschutzwettbewerb, der kreative Projekte und Aktionen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit im thyssenkrupp Konzern prämiert. Im Jahr 2018 gewann das Team der AST-Produktionsmanager diesen Wettbewerb – mit dem Programm „Leadership in Health & Safety“. Dabei handelt es sich um ein Transformationsprojekt, das von Massimiliano Burelli, CEO von AST, und Massimo Calderini, AST-Werksdirektor, nachdrücklich unterstützt wurde und das darauf abzielt, in AST „Safety Leaders“ zu schaffen, um einen kulturellen Wandel zu fördern, der bei den alltäglichen Aufgaben beginnt und dem Unternehmen hilft, das Ziel „Null Unfälle“ zu erreichen.

„Ausgehend von der Tatsache, dass rund 90% der Unfälle und Todesfälle am Arbeitsplatz verhaltensbedingt sind, haben wir uns in diesem Projekt darauf konzentriert, die grosse Bedeutung der Arbeitssicherheit auf emotionale und mediale Weise zu vermitteln“. Dabei kamen vor allem Kurzfilme, aber auch ungewöhnlichere Präsentationsformen wie Theateraufführungen zum Thema Arbeitssicherheit zum Einsatz. „Wir wollten vermitteln, wie wir die Menschen dazu bringen können, ihre alltäglichen Aufgaben aus einer anderen Perspektive und Einstellung anzugehen, und das ist unser eigenes Leben, das gefährdet ist, wenn wir Maßnahmen der Arbeitssicherheit außer Acht lassen“, fasst Scordo den Ansatz des Projekts zusammen.

Die Idee hat sich ausgezahlt. Neben der gesteigerten Sensibilisierung für das Thema Arbeitssicherheit an ihrem Standort konnte sich das Team der AST-Produktionsleiter auch das Preisgeld sichern, das sie nun dem Santa-Maria-Krankenhaus in ihrer Stadt spendeten.

1.000 Atemschutzmasken für Ärzte und Pflegepersonal

Während der Corona-Pandemie kommt auch der Arbeitssicherheit in Krankenhäusern und dem Infektionsschutz von Ärzten und Pflegepersonal eine wichtige Bedeutung zu. Um zu verhindern, dass sich die örtlichen Helden während der Behandlung von COVID-19-Patienten selbst mit dem gefährlichen Virus anstecken, investierte AST einen Teil ihres Preisgeldes in Atemschutzmasken für das Santa Maria Hospital in Terni.

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Um die Corona-Pandemie einzudämmen, muss in erster Linie das Pflegepersonal geschützt werden.

Denn wie an vielen anderen Orten, waren die begehrten Schutzmasken nach Ausbruch der Pandemie auch in Terni schnell knapp, erzählt uns der Giovanni Scordo. „Schon wenige Tage, nachdem das Ganze mit Corona losging, gestaltete es sich ausgesprochen schwierig, genügend Masken für unsere eigenen Mitarbeiter zu besorgen.“, erinnert sich Giovanni Scordo. „Sobald wir ausreichend Masken für unseren Betrieb hatten, bestellten wir für das ansässige Krankenhaus.“

Am 25. März trafen die Schutzmasken endlich im Santa Maria Hospital ein. „Das medizinische Personal sind die wahren Helden während der COVID-19-Pandemie.“, sagt Scordo. „Ihnen zu helfen und Solidarität entgegenzubringen, ist etwas, das wir im Namen unserer Mitarbeiter tun, aber auch im Namen der Bevölkerung Italiens, um unseren tiefsten Dank auszusprechen“.

Gesagt, getan – schnelle Hilfe für das Krankenhaus in Terni

Aber die Masken sind nur ein Teil der Spende. Den Betrag investierten die engagierten Mitarbeiter in ein tragbaren Ultraschallgeräte für das örtliche Krankenhaus. Wichtiges Equipment, um eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus schnell uns sicher festzustellen. Nur einen Tag, nachdem das Ultraschallgerät geliefert wurde, erreichte Giovanni Scordo eine Whatsapp-Nachricht von einem der behandelten Ärzte aus Terni: „Er bedankte sich im Namen seiner Kollegen, aber vor allem im Namen der Patienten für das Gerät, weil er mithilfe dessen an einem Corona-Patienten eine erhöhte Bildung von Thrombosen habe feststellen können.“ erzählt uns Scordo stolz. „Diese wichtigen Informationen wären ihnen ohne die entsprechende Ausrüstung entgangen.“

Mit ihrer Spende konnte das Team aus Terni in ihrem direkten Umfeld etwas bewegen – ein wichtiger Beitrag, auf den sie stolz sind. „Es hat uns gefreut und stolz gemacht, dass wir im Kampf gegen Corona, einen Unterschied im Alltag unserer Mediziner und der COVID-19-Patienten machen konnten., so Scordo.

 

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Die Spende von 1.000 Atemschutzmasken hilft dem Pflegepersonal in Terni sich für die nächste Zeit vor Infektionen zu schützen.

Kurz vor dem Welttag für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, hat das Team aus Terni mit ihrer selbstlosen Spende bewiesen, dass ihre Kampagne gefruchtet hat und Arbeitssicherheit ein fester Bestandteil ihrer Unternehmenskultur ist. Für ihr besonderes Engagement in Zeiten von Corona – auch über die Werksgrenzen hinweg – sagen wir Danke!

Mehr Corona-Hilfsaktionen von thyssenkrupp-Standorten weltweit finden sie in unserem Blogpost: #strongertogether im Kampf gegen COVID-19: So zeigen thyssenkrupp Standorte Solidarität & Zusammenhalt in Zeiten von Corona. 

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