Stockholm nachhaltig entdecken

Mobilität der Zukunft | Nachhaltigkeit und Klimaschutz | Urbanisierung | Wissenswertes | Die U-Bahn, Stockholms „Tunnelbana“, bewegt jeden Tag eine halbe Millionen Menschen durch die schwedische Hauptstadt. Ab sofort wartet thyssenkrupp die 440 Aufzüge und Fahrtreppen in der Metro von Stockholm und kümmert sich darum, dass alles reibungslos läuft.

Einheimische und Touristen nutzen die Metro, um sicher und umweltschonend zur Arbeit oder zur nächsten Sehenswürdigkeit zu gelangen. Wir haben einmal bei Torben Schwientek nachgefragt, was in Stockholm in Sachen Nachhaltigkeit noch so geht. Torben ist dualer Student bei thyssenkrupp und hat selbst ein halbes Jahr in der Nähe der Hauptstadt gelebt. Hier teilt er seine ganz persönlichen Tipps, wie jeder Stockholm nachhaltig entdecken kann.

1. Nimm die U-Bahn – sie ist eine Sehenswürdigkeit an sich

Rund 270 Millionen Fahrgäste pro Jahr nutzen die Stockholmer U-Bahn. Sie ist nicht nur deutlich günstiger und umweltschonender als ein Taxi oder Mietwagen, sie entführt die Passagiere auch in die Welt der Kunst. Wie das geht? Im 110 Kilometer langen U-Bahnnetz befindet sich die wohl größte permanente Ausstellung der Welt. 90 von 100 Stationen der Metro sind nämlich von Künstlern aus aller Welt gestaltet. Während der Wartezeit auf die nächste Bahn spart man sich also schon mal das Anstehen an der Museumskasse.

2. Entdecke den nachhaltigen Stadtteil Hammarby Sjöstad

Ich finde ja: Viele Stadtteile von Stockholm sind einen Besuch wert. Aber bei Touristen weniger bekannt ist das Viertel Hammarby Sjöstad. Das komplette Gebiet liegt am Wasser und ist gerade für junge Touristen eine Anlaufstelle. Hier gibt’s viele hippe Restaurants und Bars in unmittelbarer Nähe zum Wasser und moderne Architektur, wohin das Auge reicht. Und: Der Stadtteil gilt als Prototyp für visionäres Leben der Zukunft. Hier soll der ökologische Fußabdruck nicht nur möglichst klein gehalten werden – die Verantwortlichen wollen sogar eine Selbstversorgung mit Energie erreichen. Hammarby Sjöstad kann mit einer kostenlosen Fähre aus der Innenstadt erreicht werden.

3. Schweden von oben erleben – ein Spaziergang über die Dächer Stockholms

Warum nicht mal zu Fuß? Zugegeben: Dieser Tipp ist eher für die Touristen gedacht, die sich auf ein Abenteuer freuen. Für Menschen mit Höhenangst klingt ein Spaziergang über die Dächer der schwedischen Hauptstadt sicherlich wenig einladend. Aber um Stockholm aus einer neuen Perspektive kennenzulernen, muss kein Tourist einen Helikopter-Rundflug buchen. Geschichtliche Hintergründe und Anekdoten verbunden mit einer 360-Grad-Aussicht können Touristen bei einer Dachwanderung miteinander verbinden – natürlich gut gesichert. Die Gehsteige in 43 Metern über dem Meer führen die Besucher dabei einmal um das Viertel des ehemaligen Reichstagsagebäudes auf der kleinen Stockholmer Insel Riddarholmen.

4. Auf zwei Rädern durch Stockholm

Mit dem Rad durch eine Großstadt fahren, mitten im Stadtverkehr – dieser Gedanke ist nicht für jeden Fahrradfahrer beruhigend. In Stockholm ist das Stadtkonzept aber perfekt auf Radfahrer ausgerichtet – und das gilt auch für Besucher aus anderen Ländern. Die Fahrradwege sind in der schwedischen Hauptstadt sehr gut ausgebaut. Eine Möglichkeit wäre es, sich ein Rad an einer der vielen Vermietungen zu leihen. Außerdem gibt es eine City Bike Card, die für einen kurzen Städtetrip ideal ist, weil sie auch für drei Tage erhältlich ist. Damit können sich Besucher ein Rad an einer beliebigen Station leihen und an einer anderen Verleihstation wieder zurückgeben. Völlig flexibel und umweltschonend – so wie Stockholm nun mal ist.

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