Stahl im Solarauto?

Mobilität der Zukunft | Warum der Werkstoff für das SolarCar so wichtig ist

Im thyssenkrupp blue.cruiser sind mehr Stahl-Komponenten verbaut als je zuvor. Er vereint Leichtbauelemente in der Karosserie, in der Felge und in der Rücksitzbank. Dabei bringt die Karosserie nur rund 150 Kilogramm auf die Waage – ein echtes Fliegengewicht also!

Und genau darauf kommt es beim Bau eines Sonnenautos an. Je leichter es ist, desto weniger Energie benötigt es für die Fahrt. Deswegen achten die Erbauer schon bei der Konstruktion des Autos am PC streng auf jedes Gramm. Und wieso kommt hier ausgerechnet der Werkstoff Stahl ins Spiel?

Leichtbau mit Stahl

Seit Jahrzehnten wächst thyssenkrupps Expertise im puncto Leichtbau. Und das kommt dem SolarCar Projekt zu Gute. Im eigens dafür gegründeten Projektoffice haben Studenten in Zusammenarbeit mit Stahlexperten an speziellen Leichtbaumaterialien und modernsten Konstruktionsprinzipien geforscht und entwickelt, um den blue.cruiser mit qualitativ hochwertigen und leichten Stahlkomponenten auszustatten.

Mehr Stahlkomponenten im SolarCar als je zuvor

So trägt heute ein Gitterrohrrahmen aus ultrahochfestem Stahl die Karosserie des blue.cruisers. Im Vergleich dazu wurde das Monocoque seines Vorgängers, dem thyssenkrupp SunRiser, noch aus Carbon gefertigt. Beim blue.cruiser macht die sehr leichte Profilbauweise mit verbesserter Crashperformance den stählernen Überrollkäfig sicher und stabil. Er schützt die vier Insassen in der Personenzelle im Falle eines Unfalls und dient als solide Anbindung für tragende Strukturen und den Boden.

thyssenkrupp blue.cruiser

Antonie Bauer und René Berger von der Hochschule Bochum begutachten Muster für den ultraleichten Gitterrohrrahmen des blue.cruisers.

Die Räder des blue.cruisers wurden auch, anders als beim Vorgänger, nicht aus Aluminium gefertigt, sondern aus Dualphasenstahl. Das Gewichtsniveau ist das gleiche und noch dazu haben die Räder eine ganz besondere Optik.

Für die Rücksitze wurde das Sandwichmaterial litecor® verwendet. Der Stahl-Polymer-Werkstoff besteht aus zwei sehr dünnen Stahlblechen, zwischen denen sich ein Kunststoffkern befindet. Die Rückbank unterstützt den Leichtbaugedanken des Fahrzeugs und bietet zwei Personen zusätzlich Platz.

Vielseitig und nachhaltig

Stahl punktet gegenüber anderen Werkstoffen also in Sachen Leichtigkeit und Sicherheit. Zusätzlich hat der Werkstoff deutliche Vorteile in puncto Nachhaltigkeit: Sie ergeben sich aus der ganzheitlichen Betrachtung von Umweltauswirkungen in der Produktion, der Nutzungsphase und beim Recycling. Und hier ist Stahl einfach unschlagbar. Denn durch den Einsatz von Stahl statt von CFK oder Alu verbessern sich die Treibhausgasemissionen deutlich – ein entscheidendes Kriterium für ein Sonnenauto, das wirklich umweltfreundlich sein soll.

 

Mehr zum Thema Stahl unter www.thyssenkrupp-steel.com