Smart Glasses – Chancen in der Coronakrise

Digitalisierung und Industrie 4.0 | Innovationen | Technologietrends | Smart Glasses sind schon lange keine radikale Innovation mehr. Spätestens seitdem der Markt 2014 durch das „Google Glass“ eröffnet wurde ist die Datenbrille, die es ermöglicht in eine audiovisuelle Welt einzutauchen, jedem ein Begriff. Auch bei thyssenkrupp rothe erde wird die Technologie seit 2019 für den Remote-Support eingesetzt.

Sie sind klein, handlich und bieten maximale Bewegungsfreiheit. Smart Glasses, oder auch Datenbrillen, sind kleine tragbare Computer in Form von Brillen, die Informationen zum Sichtfeld des Benutzers hinzufügen können. Vor allem in der Logistik und der Kommissionierung von Produkten werden Datenbrillen zurzeit eingesetzt. Während der Nutzung können HD-Bildaufnahmen, Videos und Audios live und in Echtzeit über einen weltweiten und gesicherten Server ausgetauscht werden.

Smart Glasses, oder auch Datenbrillen, sind kleine tragbare Computer in Form von Brillen, die Informationen zum Sichtfeld des Benutzers hinzufügen können.

Nicht vor Ort und doch zur Stelle

Mit Hilfe der Smart Glasses können beispielsweise Experten aus dem Betrieb direkt mit den Technikern vor Ort verbunden werden und so im Falle eines Problems gemeinsam an einer Lösung arbeiten, ohne jedoch gemeinsam vor Ort zu sein. Dabei muss keiner von beiden auf Bewegungsfreiheit verzichten, denn die Smart Glasses werden wie Brillen getragen, sodass mit den Händen andere Tätigkeiten erfolgen können. Neben solchen Liveübertragungen können auch Dokumente wie PDF-Dateien, CAD/CAM-Zeichnungen oder Tutorialvideos mittels der Brillen geteilt werden. Dies ermöglicht die Unterstützung des Anlaufs von Produktionsprozessen, sowie die Inbetriebnahme von Maschinen weltweit. Insbesondere in der aktuell durch Corona eingeschränkten Mobilität und Kontaktsituation wird die Möglichkeit, dem Kunden dank des Einsatzes von Smart Glasses weiterhin leistungsfähig beiseite zu stehen, sehr geschätzt.

 Krisensituationen enthalten Innovationspotenzial

Dass Krisensituationen besonderes Innovationspotenzial beinhalten hat bereits Joseph Schumpeter in seiner Theorie zur wirtschaftlichen Entwicklung beschrieben. Gerade in Zeiten, in denen man durch veränderte Umstände gedrängt ist, schnell Problemlösungen zu entwickeln und voranzutreiben, wird der Mensch kreativ. Die Coronakrise hat auch bei thyssenkrupp rothe erde genau diese Entwicklungsprozesse beschleunigt.

Mitarbeiter bei der Nutzung der Smart Glasses.

So wurde der Anwendungsbereich vom ursprünglich reinen Remote-Support bei Fertigungsprozessen nun um die Lagerabnahme durch den Kunden per Smart Glasses und Live-Übertragung erweitert. Dank webbasierter Bauteilabnahme, sowie integrierter und automatisierter Echtzeit-Dokumentation ist dies nun möglich. Kunden können also nun die fertiggestellten Produkte via Smart Glasses auf ihre Qualität und Richtigkeit überprüfen, sodass diese im Anschluss an die Kunden geliefert werden können.

Weniger CO2 dank innovativer Technik

Durch den Einsatz von Smart Glasses werden aber nicht nur Corona bedingte Barrieren überwunden. Dadurch, dass Mitarbeiter für Wartungseinsätze keine langen Reisen mehr zur Produktabnahme auf sich nehmen müssen, werden Reisekosten gespart und somit CO2-Emissionen verringert. Das gleiche gilt natürlich auch für Kunden, die fortan die Abnahme der Produkte von ihrem Schreibtisch aus erledigen können.

Durch die gesparte Zeit werden die  Mitarbeiterverfügbarkeit in den Werken vor Ort sichergestellt und die Reaktionszeiten verkürzt. Zeit und Aufwand für den Auf- und Abbau der Lager bis hin zur Kundenabnahme können ebenfalls minimiert werden. Deshalb will thyssenkrupp rothe erde auch zukünftig den Einsatz von Smart Glasses auf weitere  Anwendungsbereiche ausbauen.

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