Schüler auf Chefposten

Ausbildung bei thyssenkrupp | Schüler ist für einen Tag Personalchef bei Components Technology

Bei der Aktion „Chef für einen Tag“ schlüpft der 18 jährige Schüler Angelo Kleinert für einen Tag in die Rolle von Kerstin Ney, Personalvorstand unserer Komponentensparte. Er begleitet sie durch ihren Arbeitstag und erlebt dabei hautnah, wie Führungsarbeit im Personalbereich eines Großkonzerns funktioniert.

Frühmorgens um sechs Uhr steht Angelo Kleinert an einem Donnerstag im November im Business Dress vor dem Spiegel. Der Schüler vom Berufskolleg Bottrop macht sich in wenigen Minuten auf den Weg ins thyssenkrupp Quartier in Essen, wo er Kerstin Ney trifft.

Ich freue mich riesig auf den heutigen Tag. Dem Vorstand eines DAX-Konzerns einen Tag lang über die Schulter zu schauen, ist schon etwas Besonderes.

Angelo Kleinert„Chef für 1Tag“ bei thyssenkrupp

thyssenkrupp nimmt in diesem Jahr zum zweiten Mal an dem von Focus-Money durchgeführten Projekt teil. Durch die Aktion sollen Schüler neue Impulse bei der Berufsfindung und Persönlichkeitsentwicklung bekommen.

Die Aktion bietet Vorteile für beide Seiten: Den Schülern gibt sie eine erste Orientierung im Berufsleben und die Chance, Einblicke in Führungsaufgaben zu bekommen. Als Unternehmen bekommen wir wertvolle Einblicke in die Denkweise von zukünftigen Arbeitnehmern.

Kerstin NeyCHRO thyssenkrupp Components Technology

Mehrere Stunden schaut Angelo der Managerin über die Schulter. Nach einem Termin im thyssenkrupp Quartier geht es weiter ins rund 300 Kilometer entfernte Mandern in Rheinland-Pfalz. Dort stellen rund 1.600 Kollegen Stoßdämpfer für die Automobilindustrie her. Hier nehmen die beiden „Chefs“ an einer Konferenz zum Thema Arbeitssicherheit teil. Während eines Werkrundgangs bekommt Angelo Einblicke in die praktische Umsetzung der konkreten Arbeitssicherheitsmaßnahmen.

Reisezeit ist im Leben eines Vorstandes auch Arbeitszeit. Das erfährt Angelo auf der Rückreise nach Essen, während der er an verschiedenen Telefonkonferenzen mit Kollegen aus aller Welt teilnimmt.

Die Präsenz vor Ort bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist enorm wichtig und schafft Vertrauen.

Kerstin NeyCHRO bei thyssenkrupp Components Technology

„Personalarbeit auf Vorstandebene kann man nicht allein vom Schreibtisch aus machen. Das bedeutet oft einen großen Reiseaufwand, da wir weltweit an über 80 Standorten Komponenten für Automobilindustrie und Maschinenbau herstellen“, erläutert Kerstin Ney die Herausforderungen des Alltags.

„Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die Vielzahl an Themen, in die man sich als Vorstand in sehr kurzer Zeit reindenken muss. Und die Entscheidungen, die man als Manager trifft, betreffen die Mitarbeiter direkt. Das ist mir beim Thema Arbeitssicherheit klar geworden. Die Verantwortung, die ein Vorstand hat, ist schon enorm und es war spannend das mitzuerleben“, resümiert Kleinert die Eindrücke des Tages.