„Machen Sie mal einen Kaffee“ war einmal

Automotive-Sektor | Menschen bei thyssenkrupp | Uta Anders Karriere bei thyssenkrupp begann vor 21 Jahren. Heute ist sie CFO bei System Engineering. Uns hat sie von ihrem Weg dorthin berichtet.

Der Sperrbildschirm ihres Smartphones zeigt Queenstown und bereits für diesen Winter ist der nächste Flug auf die grüne Insel gebucht. Kurzum: Uta Anders ist bekennender Neuseeland-Fan. „Dort finde ich Erholung und Energie für meine Aufgaben“, erklärt sie. Bereits seit 21 Jahren ist sie bei thyssenkrupp und arbeitet heute als CFO bei thyssenkrupp System Engineering.

Vom Trainee zum CFO – eine beeindruckende Karriere

Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre begann ihre Laufbahn 1997 zunächst als Trainee im Hauptquartier Essen. Jetzt ist Uta Anders verantwortlich für Finanzen und Rechnungswesen, Controlling, IT, Contract Management sowie Commercial Execution und damit gemeinsam mit ihren drei Kollegen der Geschäftsführung zuständig für rund 4.500 Mitarbeiter. In den 21 Jahren hat sie viel gesehen und viel erlebt. Einer von etlichen Meilensteinen auf dem Weg dahin war Hellenic Shipyards S. A. in Athen, ein Tochterunternehmen der thyssenkrupp AG. 2006 bis 2009 hat sie dort als CFO gearbeitet, um die Reederei zahlenmäßig wieder auf Kurs zu bringen. Rückblickend erinnert sie sich gerne an die Zeit in Griechenland, auch wenn diese nicht immer nur von Sonnenschein und blauem Himmel geprägt war. Ganz im Gegenteil. Auf ihrem Schreibtisch lagen viel Arbeit und Verantwortung, galt es, Risiken und Chancen zu managen. „Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht“, so Anders, „aber es war trotzdem nicht immer leicht, mit großen Zahlen zu jonglieren“. Darüber hinaus mussten alte Strukturen, große Hierarchien und starke Gewerkschaften in Einklang gebracht werden. Doch besonders wichtig war es für Uta Anders in dieser Zeit, Sprach- und Kulturbarrieren zu überwinden und aufeinander zuzugehen, um besser miteinander arbeiten zu können.

Privatleben und Beruf vereinbaren, das geht

Uta Anders gibt zu, dass es nicht immer einfach war, das Privatleben mit dem Beruf zu vereinbaren. Erst vor einigen Jahren hat sie gelernt, dass Arbeit nicht alles ist und räumt sich jetzt bewusst mehr Zeit für die Familie, Freunde und Hobbies ein. Was war für Uta Anders wichtig in der Karriere? „Ich habe nie gefragt: ‚was springt bei dem Job für mich raus‘? Ich hatte immer nur vor Augen, einen guten Job zu machen und Spaß haben zu wollen“, erklärt sie, „das mag altmodisch sein, aber ich bin gut damit gefahren, anfangs viel zu geben und mich nicht immer in den Vordergrund zu drängen“.

In ihrer Laufbahn hat sie auch andere Dinge erlebt und kann sich heute mit einem Schmunzeln noch gut an die Situation „Machen Sie mal einen Kaffee“ erinnern. Damals trug sie kurze Haare und dunkle Anzüge, heute hingegen oft und gerne bunte Kleider. „Frauen können durch ihre weibliche Art den Berufsalltag oft auflockern. Daher finde ich es wichtig, dass Frauen lernen, sich nicht zu verstellen und eine Frau bleiben“, so Anders.

Mehr zu den Karrierechancen bei thyssenkrupp finden Sie hier.

Autor

Jonathan
  • geschrieben von Jonathan
  • 14. November 2018

Sehr guter Beitrag! Da sieht man wieder, dass nicht das postmoderne Karrieredenken sich durchsetzt (Ellenbogen-Gesellschaft), sondern noch das normale, fleißige und bescheidene Arbeiten nach wie vor sich bewährt – und sich bewähren wird!
Ich wünsche Frau Anders weiterhin viel Erfolg im Beruf und Familie und Alltag!

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