Lenkungskomponenten für Beatmungsgeräte

Engagement | Menschen bei thyssenkrupp | COVID-19 hat die Welt fest im Griff. Vielerorts fehlt es an medizinischer Ausrüstung. In einem außergewöhnlichen Projekt stellen wir Lenkungskomponenten zur Verfügung, um neuartige Beatmungsgeräte zu entwickeln.

Die COVID-19-Pandemie hat uns weltweit getroffen. In einigen Ländern waren die Intensivkapazitäten in den Krankenhäusern massiv überlastet, wodurch wir Zeugen eines aussergewöhnlichen Mangels an Beatmungsgeräten wurden. Das neue Virus hat die Menschen gleichzeitig sehr stark zusammengeschweißt und zur Solidarität bewegt.

thyssenkrupp unterstützt bei Entwicklung von neuartigen Beatmungsgeräten

Auch wir bei thyssenkrupp leisten in solch schwierigen Zeiten unseren Beitrag. Dank unserer Kollegen Katja Tiringer und Blaž Bratina, kam ein außergewöhnliches Projekt zustande, bei dem wir sie tatkräftig unterstützen. Die beiden Slowenier arbeiten bereits seit einiger Zeit bei thyssenkrupp, pflegen aber weiterhin den Kontakt zu ihrer Universität in Ljubljana und zu ihrem Professor, Prof. Dr. Damijan Miljavec. Um in der Corona-Pandemie nicht tatenlos zuzusehen, wie wichtige relevante medizinische Ausrüstung vielerorts fehlt, haben die beiden sein slowenisches Forschungsteam unterstützt neuartige Beatmungsgeräte zu entwickeln, in denen Lenkungskomponenten von thyssenkrupp eine tragende Rolle spielen.

Das Team der Uni Ljubljana bei der Prüfung des FEspirators in UKC Ljubljana.

Die Fakultät für Elektrotechnik der Universität in Ljubljana arbeitet zusammen mit der lokalen Universitätsklinik an der Entwicklung eines mobilen Beatmungsgerätes, dem sogenannten „FEspirator”, welches einen Bruchteil eines heutigen Standardgerätes kosten soll. Unsere Kollegen stellten ihnen für die Prototypen dieser Beatmungsgeräte Aktuatoren und Getriebe zur Verfügung, die normalerweise in unseren Lenkgetrieben zum Einsatz kommen. So konnte das slowenische Team schnell in die Test- und Zulassungsphase gehen. Denn eins haben Beatmungsgeräte und Lenksysteme gemeinsam – wenn sie ausfallen, kann es tödlich enden.

Lenkungskomponenten für Beatmungsgeräte

Damit diese neuartigen Beatmungsgeräte die hohen Sicherheitsanforderungen erfüllen, haben thyssenkrupp Kollegen aus dem Lenkungswerk in Eschen vorgeschlagen, unsere redundant entwickelten Lenkungsmotoren und elektronischen Steuereinheiten zur Verfügung zu stellen. Denn alle Lenksysteme von thyssenkrupp sind mit einer Rückfall-Ebene ausgestattet, die im Notfall einspringen kann und das System in Betrieb hält. In ständiger Abstimmung mit der Universität haben die Ingenieure Muster für verschiedene Zertifizierungen vorbereitet. Ende Juni wurden dann die ersten Lenkungsantriebe für die innovativen Beatmungsgeräte an die Universität gesendet.

Das Team der Uni Ljubljana bei der Prüfung des FEspirators.
Das Team von thyssenkrupp: (v. l. n. r.) Joseph Strobel, Katja Tiringer und Blaž Bratina

Die Projektleiter Prof. Dr. Marko Topič, Ao. Prof. Dr. Marko Jankovec, Prof. Dr. Damijan Miljavec und seinem Team aus Ljubljana waren von der Idee begeistert und freuten sich über die Unterstützung. Wenn die Beatmungsgeräte nun alle Tests und Zertifizierungen bestehen, können unsere Lenkungskomponenten bald dabei helfen, Leben zu retten.

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