Job Swap: Die Welt aus einer anderen Perspektive

Karriere bei thyssenkrupp | Job Swap – das ist die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln und persönlich wie beruflich zu wachsen. Du fragst Dich, wie das geht? Ganz einfach: indem thyssenkrupp-Kollegen aus aller Welt ihren Arbeitsplatz für bis zu drei Wochen mit einem Swap-Partner tauschen. Die Vorstellung, den Alltag einfach mal ganz anders zu erleben, neue Arbeitskulturen kennenzulernen und fremde Standorte zu erkunden, klingt gut, oder? Das finden wir auch!

Der Job Swap feierte gerade seinen ersten Geburtstag und ist mittlerweile fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Auf einer eigenen Plattform können Kollegen hier ihr Job Swap Profil erstellen und nach dem Wunschtauschpartner suchen. Über 12.000 Nutzer haben davon im letzten Jahr Gebrauch gemacht und die Plattform besucht.

Wie es sich anfühlt, den Arbeitsplatz zu tauschen, das haben wir Yanni Chen Learning Manager am thyssenkrupp „seed campus“ in Shanghai, und Fiona Voigt, Weiterbildungskoordinatorin im thyssenkrupp-Headquarter in Essen gefragt, die ihre „Tausch-Erfahrung“ bereits gemacht haben. Beide arbeiten täglich im Bereich Mitarbeiter-Weiterbildung – aber das ist kein Muss beim Job Swap, die Kollegen können auch aus ganz verschiedenen Bereichen kommen.

Wie lief der Job Swap bei euch ab?

Fiona: „Viele denken, sie werden ins kalte Wasser geschmissen und müssen plötzlich alleine vor neuen Aufgaben sitzen. Auch wenn der Name dies vermuten lässt, beim Job Swap muss gar nicht parallel getauscht werden. Wir haben uns eher für eine gegenseitige Job-Begleitung entschieden. Ich habe meine Swap-Partnerin Yanni zum Beispiel zwei Wochen lang durch ihren Arbeitsalltag am „seed campus“, einem Mitarbeiter-Trainingszentrum in Shanghai, begleitet. Und auch, wenn wir beide im gleichen Bereich arbeiten, habe ich dort ganz neue Arbeitsprozesse kennengelernt. Denn: Es ist zwar das gleiche Business, aber eine komplett andere Herangehensweise.“

Yanni: „Zwei Wochen nach dem Besuch von Fiona in Shanghai machte ich mich auf den Weg nach Essen in Deutschland. Bei den Kolleginnen und Kollegen dort war ich als Gesprächspartnerin begehrt: Jede und jeder suchte den Austausch mit mir, zum Beispiel bei der Umsetzung von E-Learnings und beim Talent Management. So konnte ich nicht nur selbst viele Eindrücke gewinnen, sondern auch gleich zum Learning der Kollegen beitragen.“

Ihr befasst euch ja beide mit der Entwicklung von Mitarbeitern. Habt ihr trotzdem Unterschiede erkannt?

Yanni: „In Deutschland ist mir gleich aufgefallen, dass dort der Weiterbildungsfokus mehr auf dem einzelnen Mitarbeiter liegt. Bei uns in China geht es um die Gruppe. Was mir besonders gut gefallen hat: Die enge Zusammenarbeit im eingespielten Team in Essen. Die Kollegen reden viel miteinander und planen ausführlich, bevor sie handeln. In China arbeitet man eher einen klar strukturierten Prozess ab.“

Und euer Fazit? Was habt ihr aus der Erfahrung mitgenommen?

Fiona: Wenn ich heute ein neues Mitarbeiter-Training vorbereite, frage ich mich, ob ich die Aufgabe nicht auch anders angehen kann, ob es eine Alternative zur naheliegenden Lösung gibt. Ich versuche, verschiedene Perspektiven einzunehmen, weil mir heute noch bewusster ist, dass immer eine Vielzahl von Herangehensweisen gibt. Auch mein Vertrauen in die eigene Arbeit wurde durch die Erfahrung in Shanghai gestärkt. Und ich habe natürlich auch kulturell viel mitbekommen: An den Wochenenden führte Yanni mich zu Ecken fernab der Touristenzentren, die ich alleine nie gesehen hätte. Es war eine sehr intensive Zeit. Sie hat mir gezeigt, wie die Menschen in China wirklich leben.“

Yanni: „Ich glaube, wir können heute noch besser zusammenarbeiten – auch über die Grenzen hinweg. Denn durch den Job Swap haben wir nicht nur den Arbeitsplatz und die Arbeitsweise des anderen besser kennengelernt, sondern auch unseren Fiona und ich sind uns einig: Der Austausch hat uns beruflich und persönlich bereichert.“

Was am seed campus noch so los ist?

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