“Innovationen entstehen nicht mehr in den eigenen vier Wänden”

Kevin Walsh, Celestica

Kevin Walsh, Celestica

Sascha Frömming

Sascha Frömming, thyssenkrupp Elevator

Ein kollaborativer Ansatz ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung von IoT-Innovationen,  darin sind sich Sascha Frömming, Head of Innovation and Sustainability bei thyssenkrupp Elevator, und Kevin Walsh, Vice President und General Manager Industrial & HealthTech bei Celestica, einig. Celestica ist der Hardwarehersteller für thyssenkrupps MAX, die erste cloud-basierte Wartungslösung für Aufzüge.

Warum ist aus ihrer Sicht eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit entscheidend, um innovativ zu bleiben?

Sascha: Wir leben in einer komplexen Welt. Zu denken, dass Unternehmen aus verschiedenen Branchen nicht zusammen arbeiten sollten, wäre kurzsichtig. Die Art und Weise, wie Personen leben, sich fortbewegen sowie miteinander und mit ihrer Umwelt interagieren entwickelt sich so vielfältig, dass es sich kein Unternehmen leisten kann, nur im eigenen Bereich zu arbeiten.

Kevin: Alle führenden Unternehmen arbeiten industrieübergreifend. Überall entlang ihrer Prozesskette werden smartere Lösungen für die Zukunft gefunden. Unternehmen, die ein Netzwerk von zuverlässigen und kompetenten Partnern aufzubauen, sind eher bereit, eine ganze Reihe von Innovationen auf den Markt zu bringen, die die Art, wie wir Dinge tun, grundlegend verändern werden.

Was sind die entscheidenden Faktoren für den Erfolg in der branchenübergreifenden Zusammenarbeit für Lösungen wie MAX?

Kevin: Wichtig ist ein gemeinsames Verständnis, wie wir mit den richtigen Partnern zusammenarbeiten. Unternehmen müssen wissen, wo ihre eigenen Fähigkeiten liegen und welche Erfahrungen sie aus anderen Bereichen benötigen.

Sascha: Das sehe ich genauso – kein Unternehmen kann Experte in allen Bereichen sein und dieser Gedanke war auch der Grund, warum wir uns für die Zusammenarbeit mit Celestica entschieden haben. Auf der einen Seite thyssenkrupp als Aufzugsexperte und auf der anderen Seite Celestica als zuverlässiger Partner in allen Aspekten der Elektronikbranche, vom Design, über die Beschaffung, bis hin zur Produktion, zusammenzuführen – das ist die perfekte Ergänzung für MAX.

Kein Unternehmen kann Experte in allen Bereichen sein

Sascha FrömmingHead of Innovation and Sustainability

Was waren die größten Herausforderungen, um MAX vom Prototyp bis hin zum verkaufsfähigen Produkt zu entwickeln?

Sascha: Eine der größten Herausforderungen war es, die richtigen Partner zu finden, die bereit für einen Wandel sind. In dieser Hinsicht ist Celestica für uns die perfekte Wahl. Darüber hinaus sind natürlich Kosten immer ein entscheidender Faktor sowie Qualitätsstandards bei der Entwicklung eines Prototyps hin zum fertigen Endprodukt.

Kevin: Besonders weil die Marke thyssenkrupp kennzeichnend für Qualität und Innovation steht, waren die größten Herausforderungen für Celestica, Designveränderungen und Iterationen während des Prozesses umzusetzen, ohne dabei Qualität, Zuverlässigkeit und den Zeitplan zu verändern.

Kevin, was war der spannendste Aspekt in der Zusammenarbeit?

Kevin: Es war spannend, an der ersten Welle, der Premiere eines IoT-Produkts beteiligt zu sein. Das deckt sich mit unserer Strategie und wir freuen uns, thyssenkrupp bei der Transformation der Aufzugsserviceindustrie helfen zu können. Ein weiterer interessanter Aspekt war, dass die Zusammenarbeit länderübergreifend war – eine funktionierende Arbeit in mehreren Ländern war, aufgrund der verschiedenen Zeitzonen der europäischen, amerikanischen und asiatischen Teams, eine Herausforderung.

Worin bestehen die relevantesten Auswirkungen von IoT auf die jeweilige Branche?

Sascha: Ich denke, wir können bereits heute einen großen Einfluss von IoT in der Aufzugswartung beobachten. Seitdem thyssenkrupp MAX vorgestellt hat, hat jeder große Wettbewerber ebenfalls ähnliche System und Kooperationen angekündigt. Ich denke für Techniker ist dies eine große Chance, die Fülle von Daten der Aufzüge weltweit zu nutzen und verschiedene Modelle und Ausrüstungsanforderungen kennenzulernen. Zudem helfen Statistiken bei der vorrausschauenden Wartung.

Kevin: Zurzeit ermöglicht IoT Konnektivität und macht viele Produkte „intelligenter“. Aber in Zukunft denke ich, dass dies das ‚neue Normal‘ sein wird und Konzerne innovative Unternehmensmodelle entwickeln werden und eine smarte Lösungen für die komplexesten Aufgaben bieten werden.

Intelligent ist das neue “Normal”

Kevin WalshVice President und General Manager Industrial & HealthTech

Was sind die wichtigsten Faktoren, um eine erfolgreiche IoT Lösung zu entwickeln?

Sascha: Von Anfang an federführend dabei zu sein – jeder arbeitet daran, IoT in das Geschäft zu integrieren. Umso wichtiger ist es, sich von der Konkurrenz unterscheiden zu können und das bedeutet priorisiert und rechtzeitig in F&E zu investieren.

Kevin: Unternehmen müssen überlegen, wie IoT ihre Geschäftsmodelle verändert. Zudem ändert sich auch die Weise wie Designs, Neuerungen und Produkte auf den Markt gebracht werden – IoT verändert sogar die Value Chain eines Unternehmens. Um also erfolgreich zu sein, ist es erforderlich, auf das passende Ökosystem einzugehen.

Sehen Sie hier, wie MAX den Service der Aufzugsindustrie verändert.

Mehr über Celestica hier

Artikel teilen
Kommentar schreiben

*Pflichtfeld