„Ihr seid eine Marke!“

Unsere Marke | Markenberater Michael Trautmann hat mit seiner Agenturgruppe thjnk den Markenprozess bei thyssenkrupp begleitet. Für ihn war schnell klar: „Das läuft hier anders, als ich es sonst kenne.“ Hier schreibt Michael Trautmann, Gründer und Vorstand der Agenturgruppe thjnk, aus seiner persönlichen Sicht über die Herausforderung für thyssenkrupp und seine Partner.

Frühling 2014: die Einladung zu einem Markenworkshop bei thyssenkrupp liegt auf dem Tisch. Zusammen mit anderen Experten soll ich dem Markenteam bei thyssenkrupp meine Einschätzung über die potentielle Kraft unterschiedlicher Positionierungsrichtungen geben. Die Basis lässt mich aufhorchen. Gut 6.000 Interviews, über 100 Workshops und eine direkte Anbindung des Projektteams an den Konzernvorstand. Schon damals ahne ich: „Das läuft hier anders, als ich es sonst kenne.“

Bei meiner Ankunft holen mich der CEO und der Kommunikationschef persönlich vom Empfang ab. Und noch bevor der Workshop beginnt, habe ich  den Eindruck, dass es das Unternehmen ernst meint, mit dem Willen zur Veränderung der Kultur. Ich erinnere mich von dieser ersten Begegnung vor allem an einen Satz: „Wir wollen mit der Neuausrichtung der Marke dem Kulturwandel bei thyssenkrupp eine Gestalt geben.“ Auf Augenhöhe diskutieren der Vorstandsvorsitzende, sein Kommunikationschef und das Kernteam mit dem geladenen Expertenkreis, der aus CEO´s und Aufsichtsräten anderer Unternehmen, Professoren, einem Ex-Minister, Agenturvertretern und Journalisten besteht.

Der Workshop ist für mich ein erstes Indiz, der sich anschließende Agenturauswahlprozess, der schnell und fair über die Bühne geht, ist eine erste Bestätigung für mein Gefühl: thyssenkrupp will diesen Markenprozess auf eine ganz eigene und für mich bis dahin völlig neue Art und Weise gestalten. Nach fast einem Jahr gemeinsamer Arbeit an der Marke kann ich sagen, dass es thyssenkrupp gelungen ist. Sie haben einen Weg zur neuen Marke gefunden, der nicht nur alle wichtigen Stakeholder einbindet, sondern der den schwierigen Spagat zwischen Tradition bzw. Erbe auf der einen Seite und der Moderne bzw. der Entwicklung einer tragfähigen und zukunftsfähigen Positionierung auf der anderen Seite schafft.

Ein unglaublich intensiver Prozess.

Dr. Michael Trautmann

Doch zurück zum Anfang der Geschichte. Zunächst gilt es für mein Team und mich, den hohen Wissensvorsprung, den das Projektteam und die Berater der eingesetzten Unternehmensberatung McKinsey naturgemäß haben, zumindest zum Teil aufzuholen. Ein intensiver Onboardingprozess, die Möglichkeit einen Teil unseres Agenturteams vor Ort arbeiten zu lassen, die Einladung zur Teilnahme an allen wichtigen Meetings und das Gefühl, dass keine Frage zu dumm ist, helfen mir und meinen Kollegen, schnell ins Thema zu kommen.

Was dann kommt, ist ein unglaublich intensiver Prozess, bei dem unsere Agentur, anders als sonst, bei thyssenkrupp immer wieder auf Führungskräfte und Mitarbeiter trifft, die sich nicht nur unsere Ideen zur Marke anhören wollen, sondern die aktiv und kreativ mitarbeiten wollen. Markenführung, so eine häufig vertretene Lehrbuchmeinung ist eine quasi diktatorische Angelegenheit. Wir lernen in der gemeinsamen Projektarbeit, dass dies nicht immer so sein muss. Wer für sein Unternehmen den Claim „engineering. tomorrow. together.“ ausruft, der macht auch vor der Arbeit an seiner Marke nicht halt. Wir als Agentur und ich als Markenberater von thyssenkrupp sind stolz, diesen ungewöhnlichen Weg mitzugehen. Ich bin der festen Überzeugung, dass er für andere Unternehmen wegweisend sein kann und dass er für thyssenkrupp und die Entwicklung des Unternehmens, aufgrund der Einbindung so vieler Führungskräfte und Mitarbeiter, eine nachhaltig positive Wirkung haben wird.

Dr. Michael Trautmann, Gründer und Vorstand der Agenturgruppe thjnk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.