Weiterentwicklung in Down Under

thyssenkrupp weltweit | thyssenkrupp bietet unzählige Möglichkeiten! Dies zeigt auch die Geschichte von Laura und Tom. Beide starteten nach dem Studium als Berater bei thyssenkrupp Management Consulting (TKMC). In den vergangenen 2 Jahren konnten sie unseren Konzern durch vielseitige Projekte live und in Farbe erleben. Um auch das operative Geschäft noch näher kennenzulernen und internationale Erfahrung zu sammeln, beschlossen die beiden für - und mit - thyssenkrupp auszuwandern. Dann ging alles ganz schnell und seit Oktober arbeiten Laura und Tom für thyssenkrupp in Sydney. Ich habe mit beiden zu ihrer Beratertätigkeit bei TKMC, ihrem Weg nach Australien und über ihre bisherigen Erfahrungen in der neuen Heimat gesprochen.

Anne: Laura und Tom. Stellt euch doch den engineered-Lesern bitte kurz vor. Wie seid ihr nach eurem Studium zu TKMC gekommen?

Tom:

Ich bin direkt nach meinem Masterabschluss in Industrial Engineering & Management an der TU Dresden im Oktober 2013 bei TKMC eingestiegen. Während meines Studiums war ich bereits im thyssenkrupp Studienförderungsprogramm und habe ein Praktikum bei thyssenkrupp Resource Technologies in Atlanta (US) gemacht. Als Wirtschaftsingenieur begeistert mich die Kombination aus Technologie und wirtschaftlichen Themen. Da lag die Entscheidung für die interne Managementberatung nahe.

Laura:

Nach meinen Master of Finance in Köln habe im Februar 2014 bei TKMC angefangen. Mich hat es sehr gereizt Teil eines großen und vielseitigen Industriekonzerns mit vielen Möglichkeiten zu sein. Den Ausschlag haben aber letztendlich die Menschen bei TKMC gegeben, die ich während des Recruiting-Prozesses kennengelernt habe.

Anne: Wie sieht denn die Arbeit eines Beraters bei TKMC aus? Was habt Ihr während der Zeit erlebt?

Tom:

Eine Menge! Ich war im Grunde „Berater ab dem ersten Tag“ und bin direkt auf mein erstes Projekt gekommen. Eine steile Lernkurve ist da garantiert. Und man lernt viele Facetten des Konzerns kennen. Jeder von uns hat während der Zeit bei TKMC insgesamt vier Projekte in verschiedenen Business Areas und auf Corporate-Ebene gemacht. Dabei bearbeiteten wir Themen wie Benchmarking, Marktanalysen, Geschäftsfeldstrategien und unterstützten beim Management kaufmännischer Projekte. Und das nicht nur in Deutschland, sondern international.

Anne: Das hört sich doch sehr positiv an und als Berater habt ihr auch international gearbeitet. Dennoch zog es euch in die Ferne?

Laura:

Natürlich ist man als Berater viel unterwegs, jedoch ist und bleibt der Lebensmittelpunkt ja in Deutschland.

Der Wunsch nach internationaler Arbeitserfahrung – und zwar nicht nur für ein paar Monate – schlummerte schon länger in uns beiden. Es ist eine völlig neue Erfahrung sein komplettes Leben in ein fremdes Land zu verlegen und dort Fuß zu fassen.

Anne: Wie ging es dann weiter? Wie habt ihr euer Vorhaben umgesetzt?

Tom:

Ein Konzern wie thyssenkrupp ist perfekt für solch einen Wunsch der internationalen Weiterentwicklung und wir wurden nach Kräften unterstützt.

Laura:

Wir bekamen das Angebot für thyssenkrupp nach Sydney zu gehen, und sollten uns ruhig Zeit lassen für die Entscheidung.

Tom (lacht und ergänzt schnell):

Sydney! Da muss man wohl nicht lange überlegen.

Laura:

Zum Glück haben wir trotz Trennungsschmerz wahnsinnig viel Unterstützung von unseren Familien bekommen, auch bei der Vorbereitung und dem ganzen Kleinkram den man erledigen muss, wenn man ins Ausland geht.

Anne: So eine Auswanderung stelle ich mir recht anstrengend vor. Was musstet ihr alles erledigen in den Wochen vor eurem Umzug?

Laura:

Stressig war es schon ein wenig. Wir haben binnen einiger Wochen unsere Hausstände aufgelöst, Verträge gekündigt, Versicherungen umgestellt, Möbel verkauft etc.. Neben der Arbeit ging das schon ein wenig an die Substanz, aber es war auch ein schönes und aufregendes Gefühl. Übrig geblieben sind 6 große Koffer voller Kleidung und ein paar Kisten, that‘s it.

Anne: Für welche Bereiche arbeitet ihr nun in Sydney und was genau ist eure Aufgabe?

Bürogebäude von thyssenkrupp Mannex in Sydney

Tom:

Ich sitze bei thyssenkrupp Mannex im Norden von Sydney. Von hier aus arbeite ich für das Regional Headquarter Asia Pacific an Strategiethemen, die sowohl Australien, als auch die gesamte Region betreffen.  Zudem unterstütze ich das Kommunikationsteam in verschiedenen Projekten. Inhaltlich sind die Themen sehr ähnlich zu meinen damaligen Aufgaben bei TKMC, aber man ist noch näher am Tagesgeschehen. Außerdem gibt es in Australien und Asia Pacific im Moment sehr viele spannende Themen für thyssenkrupp. Die Kollegen hier vor Ort sind sehr offen. Die Manager der Mannex – beide auch Deutsche, die schon länger hier arbeiten – prophezeien, dass wir Sydney nicht mehr verlassen wollen.

Laura:

Ich arbeite bei thyssenkrupp Elevator. Meine Aufgaben unterscheiden sich deutlich von dem, was ich bei TKMC gemacht habe. Dennoch kommt mir das, was ich dort gelernt habe, hier sehr zu Gute. Mein Ziel ist, im indirekten Einkauf Synergiepotentiale zu heben, und das für alle Australischen Einheiten. Da geht es vor allem um Themen wie Logistik, IT und Travel. Eigentlich alles, was nicht direkt produktionsrelevant ist. Mein erstes Projekt – eine Ausschreibung für Office Supplies für Gesamtaustralien – ist inzwischen in der Implementierung, in den nächsten paar Wochen ist offizieller Startschuss für den neuen Lieferanten. Es ist spannend zu sehen, wie hier das Tagesgeschäft läuft. Die Arbeitsatmosphäre ist toll und der Empfang durch die Kollegen hier war sehr herzlich und offen.

Anne: Nun habt ihr ja schon ein paar Monate „Alltag“ in Sydney erlebt und sicherlich auch viel Neues kennengelernt. Nennt uns doch mal 3 Unterschiede, die euch im Vergleich zu Deutschland auffallen.

Tom (antwortet direkt):

Zum einen verbringen wir unsere Wochenenden am Strand 🙂 Insgesamt verbringt man in Australien seine Freizeit fast nur draußen – kein Wunder bei dem Wetter!

Die Preise für Lebensmittel, Internet, Wohnung – fast alles ist wesentlich teurer im Vergleich zu Deutschland. Nicht umsonst ist Sydney eine der teuersten Städte der Welt.

Eine sehr positive Überraschung war für uns, dass die Australier verrückt nach Kaffee sind, und man daher an jeder Ecke richtig guten Kaffee bekommt.

Laura (ergänzt):

Am Anfang haben wir gedacht, uns würde vielleicht doch so einiges fehlen, aber mit der Zeit findet man z.B. einen guten deutschen Bäcker. Und beim Kochen wird man halt kreativ.

Anne: Spannende, neue Aufgaben bei der Arbeit und Wochenenden am Strand. Das klingt doch alles sehr gut. Und wie geht’s nun bei euch weiter?

Laura:

Wir wollen jede freie Minute nutzen, um  die Stadt und das Land besser kennenzulernen. Gerade die ersten Wochen sind wir wie Touristen am Wochenende von Attraktion zu Attraktion getingelt, ob Harbour Bridge, Oper oder Bondi Beach. Demnächst wollen wir tauchen lernen, und uns dann die besten Plätze in Australien anschauen. Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken. Da helfen nette Kollegen, die einem die Stadt und die besten Spots zeigen.

Laura und Tom, vielen Dank für eure Zeit und die Einblicke. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg und alles Gute in Sydney!

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