Frauen und Mädchen in der Wissenschaft: Erfolg durch diverse Teams

Ausbildung bei thyssenkrupp | Ingenieurskunst | Karriere bei thyssenkrupp | Menschen bei thyssenkrupp | Unternehmenskultur | Bis heute sind Frauen in der Wissenschaft unterrepräsentiert – und damit auch bei Industrieunternehmen wie thyssenkrupp. Zum Women and Girls in Science Day, initiiert von den Vereinten Nationen, sprechen wir mit Tanneshia Kirby. Als Executive Vice President Quality der Aufzugsparte in Atlanta leitet sie heute ein in großes Team von Mitarbeitern. Hier erzählt sie, warum ihre Netzwerke dabei eine entscheidende Rolle spielen – und warum diverse Teams für Konzerne ein Segen sind.

Mit ihrem Wirtschaftsingenieursstudium am Georgia Institute of Technology hat sich Tanneshia Kirby schon früh für einen für Frauen auch heute noch seltenen Weg entschieden. Als sie vor über drei Jahren zu thyssenkrupp kam, brachte sie viel Erfahrung mit. IBM, Ford, Procter & Gamble, General Electric –“Ich habe gelernt, wie man in großen globalen Unternehmen arbeitet, wie man Probleme löst und wie man sein Netzwerk aufbaut und nutzt. Vor allem für Frauen spielt das Networking eine entscheidende Rolle in ihrer Karriere.“

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Tanneshia Kirby setzt sich für Frauen in Ingenieur- und Führungspositionen ein.

Eine aktuelle Studie der Northwestern University und der University of Notre Dame zeigt, dass es für Frauen vor allem auf die Qualität ihrer Netzwerke ankommt, statt auf die Größe. Frauen, die ein stabiles Netzwerk speziell mit anderen Frauen pflegen, haben deutlich bessere Chancen auf Führungspositionen. Der Austausch mit Frauen ist auch für Tanneshia Kirby ein wichtiger Faktor ihres Erfolgs.

„Während meiner ganzen Karriere habe ich mich immer in Austauschnetzwerken engagiert, die es mir ermöglichten, sinnvolle Beziehungen zu anderen weiblichen Führungskräften aufzubauen, entweder als Mentorin oder als Mentee. Ich bin stolz darauf, dass ich viele talentierte Frauen für meine Teams gewinnen konnte. Diese Frauen inspirieren mich selbst jeden Tag, die bestmögliche Führungskraft zu sein und ich bin dankbar, dass sie mich auf dieser Reise begleiten.“

Bis 2020 sollen 15 Prozent der Führungspositionen bei thyssenkrupp durch Frauen besetzt sein

Bei thyssenkrupp war 2017 nur knapp jede achte Person eine Frau. Wenn es um den Frauenanteil in Führungspositionen geht, will thyssenkrupp dahin, wo andere Konzerne schon sind. Bei amerikanischen Unternehmen wie Apple und IBM sitzen nach eigenen Angaben über 30 Prozent Frauen in den Chefetagen. Das Ziel von thyssenkrupp: bis 2020 15 Prozent Frauen in Führungspositionen.

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Frauen in MINT-Berufen sind nach wie vor unterrepräsentiert. Unser Ziel: 15 Prozent Frauen in Führungspositionen bis 2020.

Für Tanneshia Kirby bringt Diversität einem Konzern etliche Vorteile: „Es kann nicht im Interesse eines Unternehmens sein, sich auf einheitliche Sichtweisen zu verlassen. Wir müssen offen sein, für alternative Lösungswege und verschiedene Perspektiven, umunser Geschäft auszubauen und die Ergebnisse für unsere Kunden zu maximieren.“ Darauf legt sie auch beim Aufbau ihres engsten Mitarbeiterkreises wert: „Ich habe eines der vielfältigsten Teams innerhalb des Unternehmens. Das ist es, was ich so schätze: Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Sichtweisen und Kulturen alle in einem Team.“

„Es ist wichtig, wie eine Führungsrolle definiert wird“

Einen Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Führungsstil sieht Tanneshia nicht. „Das Wichtigste für mich ist, wie ich die Rolle einer Führungskraft definiere. Eine Führungskraft muss in der Lage sein, Veränderungen voranzutreiben und andere zu entwickeln. Das muss auf eine konstruktive, kooperative Weise geschehen, nur so können  Unternehmen schlussendlich ihre Ziele erreichen und es den Mitarbeitern ermöglicht, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Im Laufe meiner Karriere hatte ich Kontakt zu vielen hochrangigen Führungskräften. Am meisten bewundert haben mich dabei jene Teamleiter, die in der Lage waren Veränderungen voranzutreiben und die Entwicklung anderer zu fördern, während sie authentisch, zugänglich blieben.“

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Unabhängig vom Geschlecht: Führungspositionen müssen das Unternehmen und das Team weiterentwickeln.

„Jeder muss Erfolg für sich selbst definieren“

Anderen Frauen, die eine Karriere in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) anstreben, rät Tanneshia, ihren eigenen Weg zu gehen.“Sei authentisch. Definiere Erfolg für dich selbst. Beschränke dich nicht auf die Erwartungen, die andere an deine Karriere haben könnten.“ Beim Aufbau eines Teams sei außerdem Weitsicht wichtig: „Stelle großartige Leute ein, die eine Rolle völlig neu definieren können. Dabei ist nicht nur wichtig, was gerade gebraucht wird, sondern auch auf zukünftige Herausforderungen des Unternehmens.

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Bei thyssenkrupp war 2017 nur jeder achte Mitarbeiter eine Frau, eine überraschende Statistik für Tanneshia.

Tanneshia Kirby hofft, dass zukünftig deutlich mehr Frauen den Weg in Ingenieursberufe und in hohe Positionen finden: „Ich bin davon überzeugt, dass Vielfalt noch mehr Vielfalt anzieht. Als Führungskraft bin ich immer bestrebt, mit den besten Talenten der Branche zusammenzuarbeiten und weiß, dass zu den Besten auch Frauen mit unterschiedlichem Hintergründen, Perspektiven und Fachwissen gehören.“

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