Formula Student Racing Day: Mit 150 km/h zum Traumberuf

Ausbildung bei thyssenkrupp | Automotive-Sektor | Ingenieurskunst | Karriere bei thyssenkrupp | Beim 1. thyssenkrupp Presta Racing Day stellen sich Formula Student-Fahrer und ihre selbstgebauten Rennwagen dem ultimativen Härtetest. Und machen den ersten Schritt in ihren Traumberuf.

Der Rennwagen fegt durch den aufgebauten Parcours, rast um eine Kurve, auf der letzten Geraden beschleunigt er noch einmal stark. Mit kritischem Blick steigt Christian Türk aus seinem Boliden. „Die Vorderachse hat zu wenig Grip“, so das Urteil des Fahrers. Sofort machen sich seine Kollegen vom Formula Student Racing Team der Technischen Universität Graz an die Arbeit, um das Problem zu beheben. Sie alle sind Studenten – jedes Jahr bauen sie einen neuen, voll funktionsfähigen Rennwagen. Alles in Eigenregie, mit Unterstützung von Sponsoren. Bis zu 150 km/h bringen die Wagen auf die Rennstrecke.

Vier Teams, eine Leidenschaft: Den größten Teil ihrer Freizeit verbringen die Studenten aus der Formula Student mit ihren selbstgebauten Rennwagen.Vier Teams, eine Leidenschaft: Den größten Teil ihrer Freizeit verbringen die Studenten aus der Formula Student mit ihren selbstgebauten Rennwagen.

Ihr Auto haben sie Giulia getauft, der Name steht prominent auf der rechten Seite. Mit Giulia werden sie noch bei Rennen auf der ganzen Welt antreten – zum Beispiel bei der Formula Student Austria in Spielberg. Auf dieser Rennstrecke fahren auch die Profis der Formel 1 beim Großen Preis von Österreich.

Formula Student Racing Teams proben mit thyssenkrupp für die großen Rennen

Der 1. thyssenkrupp Presta Racing Day im österreichischen Röthis ist die perfekte Gelegenheit für die Teams der Formula Student, um für diese Herausforderungen zu trainieren: Was läuft rund? Wo muss noch nachgebessert werden? Wie können Absprachen verbessert werden? thyssenkrupp unterstützt die 40 Teilnehmer aus insgesamt vier Teams auf ganz unterschiedliche Weise – sei es finanziell, mit Bauteilen oder als erfahrener Berater.

Jeder kennt seinen Platz, jeder Handgriff sitzt: Seit Jahren arbeiten die Studenten in Teams zusammen, kennen sich und das Auto in- und auswendig.Jeder kennt seinen Platz, jeder Handgriff sitzt: Seit Jahren arbeiten die Studenten in Teams zusammen, kennen sich und das Auto in- und auswendig.

„Wir können hier konkrete Probleme lösen und unter Industriebedingungen auch unter Zeitdruck arbeiten“, freut sich Ivan Jankovics vom Bern Formula Team. Die großen Momente sind aber immer die Rennen selbst. „Dann zahlt sich die ganze Arbeit aus.“ David Clemens, Testfahrer beim Bodensee Racing Team Konstanz, erinnert sich noch gut an seine Anfänge in den federleichten Racern: „Die ersten Male hatte ich fast Angst vor dem Auto, weil es anders ist als alles, was man vorher erlebt habt. Es zieht extrem stark an, sobald man auf das Gas geht.“

Große Leidenschaft – in der Formula Student und im Beruf

Einen Großteil ihrer Freizeit verbringen die Studenten mit der Konstruktion ihrer Wagen – eine Leidenschaft, nach der Pedro Malta de Jesus Veiga, Head of Sourcing and Recruiting bei thyssenkrupp Presta Liechtenstein, ganz gezielt sucht.

Denn: Veranstaltungen wie der Racing Day sind immer auch Plattformen für Talente, die sich für die Automotive-Arbeit bei thyssenkrupp interessieren. „Alle Studenten hier haben eine überaus große technische Affinität. Mit ihrem Engagement bei Formula Student bringen sie für uns wertvolle Automotive-Erfahrung mit. Außerdem lernen sie im Rahmen des Projekts, wie man im Team arbeitet und wie unterschiedliche Rollen verteilt und eingenommen werden.“

Bei thyssenkrupp können die ehemaligen Studenten dann z.B. als Entwicklungsingenieure einsteigen und ihre Kenntnisse in den Bereichen Konstruktion, Versuch, Berechnung, Akustik oder Testing einsetzen. Aktuelle Schwerpunktthemen für die Mitarbeiter sind vor allem Steer-by-Wire, autonomes Fahren und E-Mobilität. Ein breites Feld mit dem Fokus auf Innovation. Viele Studenten, die Teil eines Formula Student Racing Teams sind, können sich hier eine berufliche Zukunft vorstellen.

thyssenkrupp Racing Day: „Wir bekommen frischen Input“

Und so ist der thyssenkrupp Presta Racing Day für beide Seiten ein Gewinn: „Die Studenten stellen auch unbequeme Fragen, sind neugierig und bringen uns so zum Nachdenken. Wir bekommen frischen Input“, sagt Pedro Malta de Jesus Veiga. Umgekehrt bekommen sie hier Tipps von erfahrenden Ingenieuren – und auch von einem der Juroren der Formula Student Racing-Serie, Carlo Miano. „Sie sind sehr interessiert und haben hier die tolle Möglichkeit, sich vor dem offiziellen Rennen mit mir und den anderen Teams auszutauschen“, erklärt der Experte.

Sieger im Zeitrennen freuen sich über 500 Schweizer Franken

Zum Abschluss des Tages können die Teams ein Zeitrennen gegeneinander fahren und so unter echten Bedingungen trainieren. Die Rennfahrer aus Graz setzen sich durch und ziehen ein rundum positives Fazit: „Das war die beste Vorbereitung. Danke für den super Tag!“ Dazu kommt noch ein Preisgeld von 500 Schweizer Franken.

So sehen Sieger aus: Für das Team der Technischen Universität Graz war es eine sehr erfolgreiche Vorbereitung auf die Wettbewerbe.So sehen Sieger aus: Für das Team der Technischen Universität Graz war es eine sehr erfolgreiche Vorbereitung auf die Wettbewerbe.

Vielleicht hat einer der Gewinner an diesem Tag auch einen entscheidenden Schritt in seine Zukunft gemacht. Selten ist das nicht: Im Schnitt erhalten 10 Formula Student Teammitglieder pro Jahr einen Arbeitsvertrag bei thyssenkrupp Presta. Rennwagen und thyssenkrupp – eine echte Erfolgsgeschichte

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