Femtec trifft thyssenkrupp: Ingenieurskunst und Frauenpower

Karriere bei thyssenkrupp | Unternehmenskultur | In Ingenieursberufen, den Naturwissenschaften und im Maschinenbau liegt der Frauenanteil leider immer noch nur bei rund 25 Prozent. Dabei hat thyssenkrupp ein klar gestecktes Ziel: Bis zum Geschäftsjahr 2020/21 sollen 15 Prozent der Führungskräfte Frauen sein. Um das zu erreichen und weil wir mehr weibliche Beschäftigte für uns gewinnen wollen, konzentrieren wir uns auf die Förderung von weiblichen Nachwuchskräften. Ein Gewinn für beide Seiten.

115 Jahre ist es her, dass Marie Curie als erste Frau überhaupt einen Nobelpreis gewann. Den Nobelpreis der Physik – ihr ist es gelungen, die spontane Radioaktivität nachzuweisen. In diesen 115 Jahren ist die Menschheit weit gekommen. Wir waren auf dem Mond. Das Internet hat unser Leben revolutioniert. Marie Curie hat zum zweiten Mal einen Nobelpreis entgegengenommen, dieses Mal in der Chemie.

Aber trotz Curies bahnbrechender Leistungen sind Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) heute immer noch unterrepräsentiert. Auch 115 Jahre später. Kann nicht sein, findet die Organisation Femtec. Kann nicht sein, findet thyssenkrupp. Gemeinsam arbeiten sie daran, dass weibliche Nachwuchskräfte optimal gefördert werden.

thyssenkrupp und Femtec fördern gemeinsam weibliche Nachwuchskräfte

Femtec unterstützt jedes Jahr Studentinnen aus Ingenieursstudiengängen, Elektro-, Energie- oder Informationstechnik, der Physik oder Informatik. Eben jene Spezialisierungen, in denen der Anteil an Frauen nach wie vor sehr gering ausfällt. Sie bekommen Karrieretrainings, können Kontakte knüpfen und bei Exkursionen mögliche Arbeitgeber kennenlernen. Wie eben thyssenkrupp.

Die Studentinnen bringen schon jetzt großes Fachwissen mit. Das zeigen vor allem die vielen spezifischen Fragen, die sie beim Rundgang durch das Aufzugwerk stellen.

Die Studentinnen bringen schon jetzt großes Fachwissen mit. Das zeigen vor allem die vielen spezifischen Fragen, die sie beim Rundgang durch das Aufzugwerk stellen.

Die Studentinnen verbindet vor allem ihre Einsatzbereitschaft und eine ausgesprochen große Zielstrebigkeit. Sie alle haben ein hartes Assessment Center hinter sich, um das Stipendium zu bekommen. „Die Studienleistung, internationale und praktische Erfahrungen, Engagement auch außerhalb der Universität, sind für uns die wichtigsten Faktoren“, erklärt Ulrike Dittrich, zuständig für das Talent Management bei Femtec.

Rundgang durch Aufzugwerk in Neuhausen

Für thyssenkrupp geht es darum, mit den Nachwuchstalenten in Kontakt zu kommen und sich als möglichen Arbeitgeber vorzustellen. Deshalb präsentiert sich das Unternehmen seit Jahren gern bei der Sommer School von Femtec und lädt 35 Stipendiatinnen ein. In diesem Jahr in das Aufzugwerk in Neuhausen. Hier begrüßt Marco Beyl, seines Zeichens Managing Director Finance, die Frauen und stellt thyssenkrupp als Unternehmen vor. „Es ist ein tolles Zeichen, dass sich jemand aus der Geschäftsleitung hier so viel Zeit für uns und unsere Fragen genommen hat“, findet Sarah Bensberg, Informatik-Studentin an der RWTH Aachen.

Bei ihrer Exkursion lernen die Stipendiatinnen von Femtec das größte Aufzugwerk Europas kennen.Bei ihrer Exkursion lernen die Stipendiatinnen von Femtec das größte Aufzugwerk Europas kennen.

Bei einem Rundgang durch das größte Aufzugwerk Europas zeigen die Studentinnen, dass sie schon eine Menge Vorwissen mitbringen. „Ich hätte nicht erwartet, dass die Fragen so spezifisch sind“, sagt Jan Heberle, Lean Experte bei thyssenkrupp nach seiner Führung.

Erfahrungsaustausch steht im Mittelpunkt

Für thyssenkrupp und die Studentinnen steht an diesem Tag vor allem der Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Hier können sich die angehenden Ingenieurinnen auch mit Frauen unterhalten, die bereits bei thyssenkrupp in verschiedenen Bereichen arbeiten.

Auch heute noch arbeiten deutlich mehr Männer als Frauen in MINT-Berufen – thyssenkrupp und Femtec wollen das ändern.Auch heute noch arbeiten deutlich mehr Männer als Frauen in MINT-Berufen – thyssenkrupp und Femtec wollen das ändern.

So wie Ana Alhama. Sie arbeitet als Ingenieurin im Projekt MULTI®– dem seillosen und innovativsten Aufzug von thyssenkrupp. Dabei ist sie die einzige Frau in einem Team von 29 Kollegen – ein Fakt, der die Studentinnen ziemlich schockiert. Aber Ana Alhama ist auch ein leuchtendes Beispiel dafür, dass sich Frauen in Männerdomänen behaupten – und dass Familie und Karriere sich nicht gegenseitig ausschließen. Für die Studentinnen hat Ana Alhama damit eine Vorbildfunktion: „Wir haben ein super Role Model kennengelernt, wir haben ein super spannendes Projekt wie den MULTI® kennengelernt, da waren wir alle wahnsinnig begeistert.“

Studien zeigen: Vielfältige Teams arbeiten auch wirtschaftlich erfolgreicher

Für beide Seiten sind die Exkursionen von Femtec tolle Möglichkeiten sich vorzustellen. Die Studentinnen bekommen einen sehr genauen Einblick in das Unternehmen. Für thyssenkrupp geht es auch darum, junge Nachwuchskräfte für den Konzern zu begeistern. Insbesondere weibliche Nachwuchskräfte.

thyssenkrupp und Femtec arbeiten seit Jahren erfolgreich zusammen.

Bis 2020/21 wollen wir 15 Prozent weibliche Führungskräfte haben. Das klingt erstmal wenig. Aber für uns ist es noch ein Stück Weg“, erklärt Stefan Cassel von der HR-Abteilung bei thyssenkrupp. „Deshalb ist für uns die Zusammenarbeit mit Femtec so wichtig. Das läuft schon seit vielen Jahren und es gab viele Teilnehmerinnen, die als Praktikantinnen oder Trainee angefangen haben. Und es gab auch einige Direkteinstiege in verschiedenen Bereichen.“

Viele Studien zeigen: Vielfältige, gemischte Teams sind wirtschaftlich erfolgreicher. Davon sind auch die Stipendiatinnen überzeugt. „Ich denke, dass Männer und Frauen total unterschiedliche Eigenschaften haben. Mit gemischten Teams kommt eben mehr Vielfalt und damit auch Fortschritt“, sagt Sarah Bensberg.

thyssenkrupp präsentiert sich als vielseitiger Arbeitgeber

Am Ende des gemeinsamen Tages bei thyssenkrupp haben sich für viele der Studentinnen neue Perspektiven aufgetan. „Ich war sehr überrascht, wie vielseitig thyssenkrupp ist“, sagt Lena Keiner vom Karlsruher Institut für Technologie. „Solche Veranstaltungen sind nicht nur für uns, sondern auch für die Unternehmen wichtig. So wird thyssenkrupp bei jungen Ingenieurinnen stärker wahrgenommen, auch wenn viele zuerst an andere Unternehmen dachten.“

Für thyssenkrupp ist genau das ein toller Erfolg: Denn die Studentinnen stehen mit ihrem Know-How und Talent für gelebte Ingenieurskunst – und damit für das Herzstück unseres Konzerns. Sie können dabei helfen, den Fortschritt weiter voranzutreiben. Dass Visionen und Innovationskraft völlig geschlechtsunabhängig sind, wusste Marie Curie schließlich schon vor über 115 Jahren.

Autor

Hanna
  • geschrieben von Hanna
  • 23. Oktober 2018

Super Kooperation, super Talente!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.