Ein neues Zuhause! #ChallengeAccepted

Ausbildung bei thyssenkrupp | Karriere bei thyssenkrupp | Menschen bei thyssenkrupp | Aus Angst vor Krieg und Gewalt verließ Omar Isa 2016 sein Heimatland Syrien. In der Hoffnung auf ein besseres Leben machte er sich auf den Weg und kam nach vier Monaten der Flucht in Heilbronn an. Dort stand der 30-Jährige vor dem Nichts.

Er beherrschte weder die deutsche Sprache noch hatte er Geld in der Tasche. Doch der junge Syrer hatte Glück. Dank der Unterstützung durch das Hilfsprogramm we.help von thyssenkrupp machte er eine Ausbildung zum Industriemechaniker und lernte Deutsch.

Sie sind seit vier Jahren in Deutschland. Was machen Sie jetzt?

Als ich damals nach Heilbronn kam, machte ich zunächst einen Deutschkurs und ging zur Agentur für Arbeit. Ich wollte unbedingt einen Job finden und suchte Hilfe. Dort erfuhr ich von thyssenkrupps Projekt we.help für Geflüchtete. Ich hatte Glück. Die Agentur für Arbeit unterstütze mich, und so kam ich zur thyssenkrupp System Engineering GmbH hier am Standort in Heilbronn.

Worum geht es bei dem Projekt we.help?

we.help ist ein Hilfsprogramm von thyssenkrupp, um Menschen in Not unkompliziert und schnell helfen zu können. Arbeit spielt eine wichtige Rolle bei der sozialen Integration. So bietet thyssenkrupp Ausbildungs- und Praktikumsplätze sowie Facharbeiter- und Akademikerstellen an, um Geflüchteten zu helfen aus eigener Kraft sich ein Leben in Deutschland aufbauen zu können.

Wie war der Einstieg?

Der Anfang war schwer für mich. Alles war neu, die Kollegen, die Sprache, die Kultur, selbst an das Essen in der Kantine musste ich mich gewöhnen. Doch thyssenkrupp half mir. Um einen Einstieg ins Berufsleben zu finden, bot man mir einen zweimonatigen betriebsinternen Intensivsprachkurs an. Täglich büffelte ich acht Stunden deutsche Grammatik und Vokabeln, aber ohne Sprachkenntnisse wäre ich in meinem neuen Leben in Deutschland nicht weitergekommen. Nach dem Sprachkurs bekam ich dann die Chance, für vier Wochen das Ausbildungszentrum besuchen zu dürfen, um dort die unterschiedlichen Berufe und den Betrieb kennenzulernen.

Welchen Beruf haben Sie in Ihrer Heimat gelernt?

Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zum Techniker gemacht und in einer Erdölraffinerie gearbeitet. Aber ich war ehrgeizig und studierte danach weitere vier Jahre Rechtswissenschaften. Zeitgleich brach jedoch der Krieg aus, und ich musste fliehen.

Wie hat Ihnen das Praktikum im Ausbildungszentrum gefallen?

Gut. Ich schnupperte in viele Handwerksberufe rein. Doch der Beruf zum Industriemechaniker gefiel mir am besten. Die Arbeit ist interessant, anspruchsvoll und abwechslungsreich, genau das richtige für mich.

Inzwischen arbeiten Sie als ausgelernter Industriemechaniker, wie geht es weiter?

Ja, richtig. Am Standort in Heilbronn werden technische Anlagen für die Automobilindustrie gebaut, und ich sorge mit anderen im Team dafür, dass alle Maschinen reibungslos laufen. Meine Arbeit ist mir wichtig, und ich hatte gute Abschlussnoten. Es könnte also gut sein, dass ich mich zum Meister oder Techniker weiterqualifiziere. Es ist alles gut. Doch meine Familie lebt in Syrien, darum habe ich manchmal Heimweh. Ich bin 35 Jahre alt. Deshalb möchte ich erstmal hier eine Familie gründen und mich um mein Privatleben kümmern.

Bleibt neben der Arbeit noch Zeit für Hobbies?

Natürlich. Wir haben eine 35-Stundenwoche. Das ist ideal für mich, denn ich gehe immer noch zur Schule und lerne die deutsche Sprache. Am Abend freue ich mich dann aber auf ein Buch in kurdischer Sprache, in meiner Muttersprache. Ist genug Zeit und Ruhe, schreibe ich sogar manchmal eigene Geschichten. Außerdem treffe ich mich nach Feierabend ab und zu mit Kollegen auf ein Getränk.

thyssenkrupp in einem Wort?

#zukunft

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Vorangegangen auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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