Ein Mal die Woche von zuhause arbeiten

Karriere bei thyssenkrupp | Arbeiten von zu Hause aus ist ein großes Thema bei thyssenkrupp und anderen Konzernen. Warum das so ist und welche Erfahrung sie im Home Office bisher gemacht hat, darüber spricht Kerstin Heinrichs vom Diversity & Inclusion-Team im Interview.

Frau Heinrichs, arbeiten Sie selbst im Home Office?
Ja, ich habe jede Woche einen festen Tag, an dem ich von zu Hause aus meinen Aufgaben nachgehe. Das hat Vorteile für mich: Ich spar mir das anstrengende Pendeln, zudem kann ich mich mehr um meine beiden kleinen Kinder kümmern.

Die Qualität Ihrer Arbeit leidet nicht darunter?
Das Gegenteil ist der Fall, da ich es zu Hause ruhiger habe. Ich arbeite dort fokussierter als im Büro. Die vielen kleinen Dinge, die sonst während eines Bürotages an mich herangetragen werden, fallen weg. Diese Ruhe und Konzentriertheit ist eine Bereicherung für meine Arbeit.

Aber verpassen Sie nicht viele Informationen, wenn Sie zu Hause sind?
Für die wichtigen Angelegenheiten bin ich ja trotzdem erreichbar: Meine Mails kann ich am heimischen PC lesen und mein Diensttelefon ist umgeleitet. Und falls etwas Entscheidendes wie ein Meeting anliegt, komme ich natürlich ins Büro. Dass Mitarbeiter im Home Office nicht richtig verfügbar sind, ist also ein Vorurteil.

Ist die Arbeit von Zuhause aus bei thyssenkrupp einheitlich geregelt?
Beim Thema Homeoffice gibt es nicht die eine Lösung, die für alle geeignet ist. Daher haben wir dazu auch keine konzernweite Richtlinie, sondern verschiedenste Regelungen, die zu den jeweiligen betrieblichen Begebenheiten passen. Generell wächst aber bei thyssenkrupp die Akzeptanz für unterschiedliche Arbeitsmodelle, als Teil des kulturellen Umbruchs im gesamten Konzern. Diesen Wandel begleiten wir und darum wirbt unser Team offensiv für noch mehr Offenheit für die Option Homeoffice.

Kerstin Heinrichs im Home Office

Kerstin Heinrichs im Home Office

Wird die Leistungsfähigkeit im Home Office gemessen?
Nein, die Arbeit von zu Hause aus beruht natürlich komplett auf Vertrauen. Aber das ist ja im Büro auch nicht anders. Dort schaut mir jedenfalls niemand über die Schulter und kontrolliert, ob ich auch wirklich arbeite.

Warum ist Flexibilität am Arbeitsplatz gerade jetzt ein so wichtiges Thema – nicht nur bei thyssenkrupp, sondern auch bei anderen großen Konzernen?
Es ist eine Möglichkeit, um gute Mitarbeiter zu halten oder zu gewinnen. Bewerber fragen im Gespräch gezielt danach. Die Möglichkeit vom Home Office aus zu arbeiten, kann ausschlaggebend dafür sein, ob sich jemand für ein Unternehmen entscheidet oder nicht. Die Lebensumstände haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark geändert. Die klassische Hausfrau, die allein den Haushalt schmeißt, gibt es viel seltener. Die Zahl der Pendler wächst. Und alleinerziehende Mütter und Väter sind nicht mehr die große Ausnahme.

Welche Veränderungen erwarten Sie für die Zukunft?
Die Ansprüche jener jungen Menschen, die in den nächsten Jahren erstmals einen Beruf aufnehmen, sind noch einmal ganz andere. Aufgrund ihrer Erfahrung mit digitalen Medien von klein auf sind sie mental ganz weit entfernt vom standardisierten Arbeiten zu festen Zeiten. Sie wollen von den Arbeitgebern Modelle, die auf ihre Lebenswirklichkeit zugeschnitten sind.

An wen können sich Mitarbeiter wenden, die gerne im Home Office arbeiten würden?
Sie sprechen am besten mit ihrem Vorgesetzten und der Personalabteilung darüber, welche Möglichkeiten es konkret gibt.

Kerstin Heinrichs gehört zum Diversity & Inclusion-Team bei thyssenkrupp, das es seit rund anderthalb Jahren gibt. Dort laufen alle Fäden konzernweiter Bemühungen zusammen, die die Vielfalt der Mitarbeiter im Konzern steigern.

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