Die Korea-Expertin

#tkgoesPyeongChang | Ingenieurskunst | Menschen bei thyssenkrupp | Seit 2014 kooperiert thyssenkrupp mit den Rennrodel-Weltmeistern Toni Eggert und Sascha Benecken. Das Ziel ist klar: Gold in Südkorea. Dieses Mal stellen wir in unserer Reportage-Reihe über das Team hinter den Weltmeistern unsere Korea-Expertin Sora An vor.

Am 6. Februar ist es soweit: Das Rennrodelduo Toni Eggert & Sascha Benecken und ein Teil der Boxencrew machen sich auf den Weg ins südkoreanische PyeongChang. Im nur 150 Kilometer entfernten Seoul arbeitet Sora An, Finance and Accounting Managerin in der Materialsparte von thyssenkrupp an einem von fünf thyssenkrupp-Standorten in Südkorea. Sie ist die ideale Ansprechpartnerin für das Rodelteam vor Ort, weiß, was die Sportler erwartet und unterstützt mit Insider-Tipps – einer der Vorteile eines global aufgestellten Unternehmens.

Ein bekanntes Logo

Seit zehn Jahren arbeitet Sora An bereits für thyssenkrupp und ist in der Buchhaltung für die regelmäßige Analyse und Dokumentation der Finanzdaten zuständig. Das deutsche Unternehmen ist schon seit mehreren Jahrzehnten in Südkorea aktiv, bekannt ist bei den Koreanern vor allem die Aufzugssparte, da das Logo landesweit zahlreiche Aufzuganlagen ziert. Am Standort in Seoul produziert und vertreibt thyssenkrupp aber hauptsächlich Aluminium. „Sehr viele Koreaner kennen das Logo aus Aufzügen und somit auch thyssenkrupp.“, merkt Sora An mit einem Lächeln an.

Sora An arbeitet bereits seit zehn Jahren als Finance and Accounting Manager für den Bereich Materials Services von thyssenkrupp in Korea. Während der Wettkämpfe in PyeongChang unterstützt sie vor Ort nun auch die Rodel-Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken.Sora An arbeitet bereits seit zehn Jahren als Finance and Accounting Manager für den Bereich Materials Services von thyssenkrupp in Korea. Während der Wettkämpfe in PyeongChang unterstützt sie vor Ort nun auch die Rodel-Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken.

Tradition und der Westen

Größere Bekanntheit könnten bei einem Sieg sicherlich auch die Rodler erreichen. Um am entscheidenden Renntag jedoch die perfekte Leistung zu zeigen, müssen sich die Spitzensportler im besten Fall aber auch an das einzigartige Land gewöhnt haben. Sora An weiß, dass für Europäer der kulturelle Unterschied oft die größte Hürde ist. Südkorea ist ein Land, das in seiner Entwicklung stark vom Konfuzianismus geprägt wurde und höchsten Wert auf Bildung und Manieren legt. „Es ist kein Schmelztiegel der Kulturen, wie man es von Europa kennt. Vor allem in der Vergangenheit war es für Fremde daher manchmal schwierig, sich in Korea zu orientieren“, erinnert sich Sora An.

Kulinarische Leckerbissen

Heute ist im Zuge der Globalisierung aber vieles einfacher geworden. Die Menschen in Südkorea haben sich für westliche Ideen und Verhaltensweisen geöffnet, weshalb sich das Rodel-Team schnell zurechtfinden sollte. „Bei Unsicherheiten vor Ort helfe ich natürlich gerne weiter“, erklärt Sora An, und auch mit Blick auf das südkoreanische Essen hat sie klare Empfehlungen: Galbi, Bibimbap und Samgyupsal. Galbi sind marinierte, gegrillte Rippchen, bekannt als koreanisches BBQ. Bibimbap ist ein gemischtes Gericht aus Reis, Gemüse, Fleisch und Ei, garniert mit der Chilipaste Gochujang. Samgyupsal ist gegrillter Schweinebauch. „Toni und Sascha sollten diese Speisen auf jeden Fall probieren, bevor sie wieder abreisen.“

Arbeit und Wettkampf

Als Sora An vor einigen Wochen gefragt wurde, ob sie das Rodel-Projekt von thyssenkrupp unterstützen könne, war sie sofort begeistert. Schnell arbeitete sie sich in das Thema ein – und war beeindruckt von den Erfolgen der Rodler, insbesondere seit der Zusammenarbeit mit der Boxencrew. „Das Projekt hat mein Interesse am Rodelsport geweckt. Die ersten Spiele in Südkorea im Winter sind an sich schon etwas Besonderes. Nun habe ich sogar einen persönlichen Bezug dazu“, freut sich die Südkoreanerin.

Im auf 700 Metern Höhe gelegenen Wintersport-Paradies PyeongChang wird das Team um Carola Borovnik während der Wettkämpfe auch aus diesen Tempelanlagen berichten.Im auf 700 Metern Höhe gelegenen Wintersport-Paradies PyeongChang wird das Team um Carola Borovnik während der Wettkämpfe auch aus diesen Tempelanlagen berichten.

Ein Ziel, zwei Feste

Auch wenn die Korea-Expertin die Geschichte der aktuellen Weltcup-Sieger erst seit kurzem verfolgt, traut sie dem Rodel-Team den Sieg zu zu. Um das zu erreichen, wünscht sie den Rodlern beste Gesundheit, aber auch Spaß am Wettkampf und den Spielen. Einen heißen Tipp hat Sora An noch abseits des Rodelns: Vom 15. bis zum 18. Februar feiern die Koreaner „Seollal“, das koreanische Mond-Neujahr – eines der größten traditionellen Feste. Falls Toni und Sascha siegreich sind und sich noch Zeit findet, könnte das Rodel-Team also gleich zwei große Partys erleben.

Die thyssenkrupp-Boxencrew

Seit 2014 kooperiert thyssenkrupp mit den Rennrodel-Weltmeistern Toni Eggert und Sascha Benecken. Drei Ingenieure des Konzerns bringen ihr Know-how ein, um den Schlitten jedes Jahr noch schneller und besser zu machen. Die Carbon-Verkleidung wurde weiterentwickelt, das Fahrwerk optimiert und das Herzstück des Schlittens, die Schienen, noch schneller gemacht. Zudem unterstützen zwei Kommunikationsexperten die Rodler bei ihrer Arbeit. Das Ziel ist klar: Gold in Südkorea.

Mehr über die langjährige Zusammenarbeit des Rennrodel-Duos mit thyssenkrupp erfahrt ihr hier – und ebenso ein Portrait zu unserem „Head of Schlittenbau“. Im Artikel „Der Mann für Stahl“ stellen wir unseren Fachmann für das Herz des Rodels vor. Was Carbon mit dem Schlittenbau zu tun hat, lest ihr im Artikel „Mit Carbon ganz nach oben“.

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#tkgoesPyeongChang | Endlich ist es so weit: Der große Tag des Rodel-Rennens ist gekommen. Gemeinsam mit Boxencrew-Mitglied Alex Meier, unserer Korea-Expertin Sora An sowie Familie und Freunden der beiden Sportler Toni Eggert und Sascha Benecken fiebere ich live an der Bahn in PyeongChang mit. Wie spannend der alles entscheidende Wettkampf war, erfahrt ihr in meinem zweiten Reisebericht.