Der Vorausschauende

Menschen bei thyssenkrupp | Worauf Andreas Meschede beim Meeting setzt? Legosteine. Um seine Kollegen fit für die digitale Zukunft zu machen, regt der Physiker spielerisch zum Perspektivwechsel an.

Die digitale Zukunft von thyssenkrupp beginnt für Andreas Meschede analog. Knöcheltief mit beiden Füßen im Stroh eines deutschen Bauernhofs, auf den heißen Straßen Singapurs oder auf dem Boden eines Konferenzraums, umgeben von Legosteinen und Menschen, die damit bauen. Regelmäßig arbeitet der Physiker an Orten, die ihm helfen, die Mitarbeiter von thyssenkrupp spielerisch zum Perspektivwechsel anzuregen. Meschede koordiniert den konzernweiten Foresight-Prozess. Mit Foresight setzt thyssenkrupp auf die Kreativität seiner Mitarbeiter und entwickelt Zukunftsszenarien. „Ferne Zukunft lässt sich nicht linear ableiten oder berechnen. Wir müssen Gedanken zulassen, die über das heute Vorstellbare hinausgehen, aber logisch und physikalisch möglich sind.“

Übergreifende Zusammenarbeit ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Innovationsprozess. Mit rund 160 Kollegen aller Geschäftsbereiche, externen Experten und Querdenkern entwickelt Meschede Szenarien für das Leben, Arbeiten und Wohnen im Übermorgen. Megacitys, Mobilität, Landwirtschaft, Luft, Wasser und Energie sind ihre Themenräume. Die zentralen Fragen? „Was ist langfristig wichtig, was kann sich durchsetzen, das Leben der Menschen prägen? Und was brauchen unsere Kunden dann von uns?“, fasst Meschede zusammen.

Im Themenbereich „Zukunft der Produktion“ lauten zum Beispiel zwei grundlegend verschiedene Annahmen: „Was wäre, wenn in 2030 totale Datenfreiheit herrscht und das Vertrauen in Maschinen immens ist?“, beschreibt es Meschede. „Und was wäre im anderen Extrem, wenn die Industrie nicht bei 4.0 angelangt wäre, sondern bewusst bei 3.5 bremsen würde? Was sind die Auswirkungen auf Produktion und Distribution?“. Indem man daraus alternative Szenarien definiere, könne man konkret vorwärtsdenken und schon heute die Lösungen anstoßen, die Kunden morgen brauchen werden. „Ziel ist es, strategische Innovationsentscheidungen zu treffen, die in neue Projekte, Forschungsvorhaben und Anwendungen münden.“

Rund 270 Ideen wurden so bislang entwickelt. Auch das thyssenkrupp Team, das am Industrial Data Space (siehe rechte Seite) arbeitet, hat sich am Foresight-Prozess beteiligt und punktet mit ersten Ergebnissen zum Thema Industrie 4.0.

Mehr zu unserem #teamtk unter thyssenkrupp.com/teamtk

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