Der Kunde als Entwicklungshelfer

Der Arbeitsplatz von Karl Lampe und Falk Silbermann liegt zwar nicht im Silicon Valley, sondern mitten im beschaulichen Münsterland – trotzdem wird hier geforscht und entwickelt, was das Zeug hält. „Derzeit arbeiten wir an rund 20 Projekten parallel“, erklärt Falk Silbermann während einer Führung durch das Forschungs- und Entwicklungszentrum in Ennigerloh, das es schon seit 1968 gibt. Mittlerweile ist es mit rund 100 Beschäftigten auf eine Größe von 50.000 qm² angewachsen und bildet bei thyssenkrupp „das Herz für Forschung im Anlagenbau“, so Falk Silbermann.

Geht man durch das Technikum und die dazugehörigen Labore, fragt man sich vor allem eines: Wie entstehen die Ideen für neue Produkte und Verfahren und wer stößt solche Neuentwicklungen eigentlich an? „Das ist ganz unterschiedlich“, berichten die beiden. Meist werden aktuelle Themen und Kundenanfragen durch die jeweilige Fachabteilung an F&E (Forschung & Entwicklung) herangetragen. Solche Anfragen kommen aus der ganzen Welt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, werden außerdem bereits bestehende Technologien kontinuierlich weiterentwickelt. „Wir sind immer mit einem Ohr am Markt und mit dem anderen Ohr an unseren Kunden“, fasst es Karl Lampe zusammen.

Kundenorientiert, marktfähig und effizient sollen sie sein, die Produkte, die Karl Lampe und Falk Silbermann entwickeln. Um das sicherzustellen, werden bei thyssenkrupp Innovationen in enger Zusammenarbeit mit Kunden auf den Markt gebracht. So will man auf immer kürzere Innovationszyklen reagieren und teure Fehlinvestitionen vermeiden.

 

Fast täglich treffen hier im F&E-Zentrum Materialproben aus aller Welt ein (© thyssenkrupp Industrial Solutions).

Fast täglich treffen hier im F&E-Zentrum Materialproben aus aller Welt ein. Oft unterscheiden sie sich in ihrer Zusammensetzung so stark, dass sie für die Anlagenplanung erst einmal umfassend untersucht werden müssen (© thyssenkrupp Industrial Solutions).

Auch derzeit arbeiten Karl Lampe und Falk Silbermann schon wieder an neuen Projekten: Gerade testen sie den Prototyp eines neuentwickelten Brechers, der für den Erzabbau unter Tage eingesetzt werden soll. „Eine große Herausforderung, denn wir müssen ihn möglichst platzsparend konzipieren“, so Falk Silbermann. Nach der Führung durch das F&E-Zentrum geht es für die beiden direkt weiter: Mit einem Kunden aus den Niederlanden werden mögliche Neuentwicklungen besprochen.

 

thyssenkrupp R&D center Ennigerloh ©thyssenkrupp Industrial Solutions

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