Dem Wettbewerb voraus bleiben

Zukunft der Produktion | Wie können sich Unternehmen besonders hervorheben und den Wettbewerbern einen Schritt voraus sein? Wie lautet das Erfolgsrezept, um in einer Branche zu bestehen, in der ein hoher Wettbewerbsdruck herrscht? Sich von einer zu begrenzten Denkweise loszusagen und Zeit und Ressourcen investieren, um die Produkte und Dienstleistungen anderer Unternehmen genau unter die Lupe zu nehmen.

Im Wettbewerb zu bestehen, oder ihm gar voraus zu sein, hat stets höchste Priorität. Für Maschinenbau- und Technologieunternehmen stellt dies, angesichts des rapiden Fortschritts der vergangenen Jahre,  eine besondere Herausforderung dar. Von Industrie 4.0 oder dem Internet der Dinge über die Fortschritte bei der Cloud-Technologie und dem maschinellen Lernen, hin zu intelligenten Fertigungssystemen; die Technologieindustrie hat sich in einer Geschwindigkeit weiterentwickelt, bei der es einem schwindelig werden kann.

Was noch gestern hochmodern war, gilt heute als veraltet. Was sich morgen als bahnbrechend erweisen wird, mag heute noch nicht einmal erdacht worden sein!

Es gibt derzeit keinen Industriesektor, der von der fortlaufenden technologischen Entwicklung unberührt bleibt. Sich im Servicegeschäft für Aufzüge von Wettbewerbern abzuheben ist nicht weniger herausfordernd, insbesondere wenn es in der Aufzugsbranche eine klare Tendenz hin zu standardisierten Dienstleistungen gibt, die sich in einem permanenten Preisdruck ausdrücken.

Wie man sich vorstellen kann, bleibt der Preis ein wichtiges Kriterium des Kunden, wenn er sich einen Dienstleister aussucht. Jedoch gibt es bestimmte Qualitätsmerkmale, die eine entscheidende Rolle spielen: Etwa die Erhöhung der Betriebszeiten, eine schnelle Reaktion auf Serviceanfragen oder hohe Sicherheitsstandards. In diesem wettbewerbsintensiven Umfeld kann die Treue zu einem Servicedienstleister leicht brüchig werden. Zu wissen, wie man den besten Wartungsservice bei den eigenen Anlagen durchführt ist längst nicht mehr genug – um im Wettbewerb zu bestehen müssen Servicedienstleister die Fabrikate der Wettbewerber genauso gut verstehen, wie die eigenen.

Zeit und Ressourcen in die Untersuchung der Anlagen der Wettbewerber zu stecken, das mag zunächst merkwürdig klingen. Doch seit 10 Jahren tut thyssenkrupp Elevator tut genau das. Und zwar mit seinen weltweit verteilten International Technical Services (ITS)- Zentren.

Von der Lagerung von Ersatzteilen über die Entwicklung von Expertise zu Drittgeräten hin zu umfassenden Trainings zu den Produkten der Wettbewerber; diese Zentren haben dabei geholfen, dass thyssenkrupps mehr als 24.000 Servicetechniker weltweit stets einen Schritt voraus sind.

So waren etwa im vergangenen Jahr ITS-Zentren dazu in der Lage, neuartige Inhouse-Lösungen für Aufzüge von Drittanbietern zu entwickeln und das bei gleicher Qualität, wie bei den Originalteilen des Herstellers. Mehrere dieser Lösungen wurden auch erfolgreich umgesetzt und eingebaut. Nur durch Zeit und Aufwand, welcher in die Untersuchung von Anlagen von Drittanbietern gesteckt wurde, wurden diese Lösungen möglich.

In unserer zunehmend vielfältigen und komplexen Welt, sind ein weiter Horizont und eine breite Perspektive Grundvoraussetzungen für Innovation und Fortschritt.

Mit einer eingeschränkten Sichtweise tappt man bei der Entwicklung der gesamten Branche im Dunkeln. Man verschließt sich dabei neuen Ideen, die einem dabei helfen könnten, sein Geschäft den sich verändernden Anforderungen des Marktes anzupassen.

Denn man sollte nicht nur darauf aus sein, die Wettbewerber zu übertreffen – sondern auch von ihnen zu lernen. So waren die erfolgreichsten Geschäftsmodelle immer jene, die ihren Märkte samt aller Marktteilnehmer am besten verstanden haben. Zusammen mit der richtigen Strategie und Einstellung deren nächste Schritte vorauszusehen, und darauf zu reagieren: Das birgt die größte Chance, um wettbewerbsfähig zu bleiben.