Das ist #newtk: Wenn gute Prozesse noch besser werden können

Automotive-Sektor | Ingenieurskunst | Menschen bei thyssenkrupp | Für die Zukunft von thyssenkrupp arbeiten unsere Kollegen auf der ganzen Welt daran, unser Unternehmen flexibler, effizienter und leistungsstärker zu machen. In unserer neuen Strategie #newtk stellen wir diesen Performance-Gedanken in den Mittelpunkt – genau wie unser Kollege Chenchen Zhang. Als Teamleiter an unserem chinesischen Standort Changzhou hat er es mit seinem Team geschafft, einen entscheidenden Qualitätsprozess im Bereich Lenkunterstützung so zu optimieren, dass dieser 5-mal schneller als vorher abgeschlossen werden kann. Das ermöglichte dem Team, die stark angestiegenen Kundenanfragen zu erfüllen.

Manchmal stehst du mit deinem Team vor Herausforderungen, die auf den ersten Blick beinahe unmöglich zu lösen sind. In genau so einer Situation war Chenchen Zhang, der als End-of-Line-Ingenieur in thyssenkrupps chinesischem Lenkungswerk in Changzhou alle frisch produzierten Lenkungskomponenten vor der Auslieferung auf ihre Qualität und Funktionsfähigkeit prüft. Ein für die Zufriedenheit der Endkunden entscheidender Test, bei dem Chenchen und seine Kollegen unter anderem das Drehmoment und akustische Verhalten des Produkts genau unter die Lupe nehmen.

Als End-of-Line-Ingenieur im chinesischen Lenkungs-Werk Changzhou ist Chenchen Zhang für die Endprüfung der produzierten Komponenten zuständig – ein entscheidender Qualitätsprozess für die Kundenzufriedenheit

Als End-of-Line-Ingenieur im chinesischen Lenkungs-Werk Changzhou ist Chenchen Zhang für die Endprüfung der produzierten Komponenten zuständig – ein entscheidender Qualitätsprozess für die Kundenzufriedenheit

Das allein ist bei oft mehreren tausend Einheiten pro Tag schon ein enorm komplexer Vorgang. Für eine ihrer jüngsten Missionen mussten Chenchen und seine Kollegen diesen aufwändigen Prozess für eine bestimmte Komponente aber vollkommen neu denken. „Weil die Kundennachfrage bei unserer elektro-mechanischen Lenkunterstützung ‚Column EPS‘ in den letzten Monaten enorm angestiegen ist, standen wir vor der Aufgabe, unsere Produktionslinie in Changzhou in kürzester Zeit auf eine monatliche Kapazität von 60.000 Einheiten umzustellen“, erklärt Chenchen. „Eine Anforderung, die weit über unsere eigentlichen Kapazitäten hinausging – zumal die finale Qualitätsprüfung sehr zeitintensiv ist und so gesehen der ‚Flaschenhals‘ im Gesamtprozess ist.“

Schritt für Schritt zum optimalen Prozess

Chenchen und sein Team begannen sofort damit, das Problem systematisch und Schritt für Schritt anzupacken. Um die Prüfzeit zu verkürzen, testeten die Experten in einem ersten Schritt insgesamt 1.500 verschiedene Prozessvarianten. Eine klare Bedingung war jedoch, dass die Qualität des Tests selbst weiter auf dem gleichen Niveau bleiben musste. „Am Ende der ersten Projektphase hatten wir die Zykluszeit pro Einheit um die Hälfte reduziert – von 120 auf 60 Sekunden“, so Chenchen. Über eine speziellen Software bemerkte er jedoch gleichzeitig, dass es auch im nun schon stark zeitoptimierten Testverfahren eine unerklärliche Wartezeit gab, welche die Maschine ohne ersichtlichen Grund für 18 Sekunden stoppte.“

Bei der Endprüfung komplexer Komponenten wie der "Column EPS"-Lenkunterstützung zählt jede Sekunde

Bei der Endprüfung komplexer Komponenten wie der „Column EPS“-Lenkunterstützung zählt jede Sekunde

Kontinuierliche Verbesserung: Erst 120, dann 60, dann 23 Sekunden Prüfzyklus

Um diesem im Fachjargon „Black Box“ genannten Phänomen auf den Grund zu gehen, entschied sich das chinesische Team dazu, ihre Kollegen im liechtensteinischen Lenkungswerk Eschen um Rat zu fragen. „Gemeinsam konnten wir das Problem auf einen automatischen System-Selbstcheck zurückführen, der die Maschine zu einer unnötigen Pause zwang.“ Nach kurzer Abstimmung und einigen weiteren Tests aktualisierten die Software-Experten in Eschen schließlich die Software des Systems in Changzhou – und noch am selben Tag war die Zykluszeit weitere 18 Sekunden kürzer. Mehr noch: „Durch die Zusammenarbeit mit den Kollegen ist es uns gelungen, nicht nur unser eigenes Problem, sondern gleichzeitig verschiedene Problemstellungen vor Ort in Liechtenstein zu lösen“, erklärt Chenchen.

Trotz ihres Erfolgs wollte das Team um Chenchen mehr. Und so feilten sie gemeinsam weiter am Prüfprozess, testeten zusätzliche Varianten und behoben Fehler um Fehler. Am Ende gab ihnen ihr Erfolg Recht, erzählt Chenchen stolz: „Uns gelang es, die Zeit für einen Produktionszyklus noch einmal um weitere 33 Sekunden zu reduzieren – und damit unsere monatliche Kapazität rechtzeitig auf über 70.000 zu steigern. Alles, ohne zusätzliches Personal. Unsere Mission war damit mehr als erfüllt!“

Teamwork und Führungsexzellenz – die Zutaten für optimale Performance

Chenchen ist vor allem stolz auf seine Kollegen. Denn: Die mittlerweile erfahrene Führungskraft weiß genau, dass so eine beeindruckende Performance-Verbesserung nur das Ergebnis von perfektem Teamwork sein kann.

Um die Zykluszeit für die Prüfung der hergestellten Lenkunterstützungen entscheidend zu verkürzen, feilten Chenchen und seine Kollegen an jedem Detail. Am Ende gelang es den Experten, den komplexen Prozess fünf-mal schneller abzuwickeln – ohne mehr Personal und bei gleicher Qualität

Um die Zykluszeit für die Prüfung der hergestellten Lenkunterstützungen entscheidend zu verkürzen, feilten Chenchen und seine Kollegen an jedem Detail. Am Ende gelang es den Experten, den komplexen Prozess fünf-mal schneller abzuwickeln – ohne mehr Personal und bei gleicher Qualität

„Als ich 2015 bei thyssenkrupp anfing, hatte ich den Luxus, ohne großen Druck dazulernen und besser werden zu können, weil mir mein Team jederzeit den Rücken gestärkt hat“, blickt Chenchen zurück. „Heute bin ich selbst Führungskraft und versuche, als Vorbild voranzugehen. Ich verstehe es als meine klare Aufgabe, neue Kollegen anzulernen, sie zu führen, zu mehr Leistungsbereitschaft zu motivieren und sicherzustellen, dass mein Team alle nötigen Kompetenzen besitzt, um selbst schwierigste Herausforderungen zu lösen. Weil für mich Performance alles bedeutet. Und unser jüngster Erfolg zeigt einmal mehr, wie wichtig es für unseren unternehmerischen Erfolg ist, sich in allen Bereichen ständig zu verbessern.“

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