blue.cruiser, go – go – go!

Die Kombination von Elektroband und Magneten ist rasant – und zwar bis zu 120 Stundenkilometer schnell. Die kraftvolle Mischung steckt in vier Radnabenmotoren, die den thyssenkrupp blue.cruiser im Oktober bei der Weltmeisterschaft der Solarautos schnell und zuverlässig ins australische Ziel bringen werden.

Im Radnabenmotor des blue.cruisers steckt hochwertiges Elektroband

Basis seines effizienten Antriebs ist eine hochfeste Automobilgüte, die sich perfekt für seine filigrane und anspruchsvolle Motorgeometrie eignet. Auch beim Bau des Elektromotors ist Fingerfertigkeit und Maßarbeit gefragt. Die mit einem Hochleistungslaser in Form gebrachten 0,30 mm dünnen Elektrobleche stapeln die Studenten der Hochschule Bochum Stück für Stück aufeinander und verkleben sie zu Eisenkernen: dem Stator, der direkt an die feststehende Achse montiert ist, und dem Rotor, der in der Felge verbaut wird und darin um den Stator kreist. Über 80 Bleche sind insgesamt in so einem Elektromotor verbaut – der Rotor besteht aus exakt 46 und der Stator aus 40 Lamellen.

thyssenkrupp blue.cruiser

Über 80 Bleche sind insgesamt in so einem Elektromotor verbaut – der Rotor besteht aus exakt 46 und der Stator aus 40 Lamellen.

Permanentmagnete von thyssenkrupp Material Services

Um den blue.cruiser in Bewegung zu setzen, benötigt der Nabenmotor noch Magnete. Hierbei kommt es auf das perfekte Zusammenspiel der beiden Werkstoffe an. Dafür fügen die Studenten die 14 mm langen Permanentmagnete zunächst zu 40 Magnetpolen zusammen und verteilen sie gleichmäßig über den gesamten Radumfang. Ihre spezielle Anordnung optimiert den magnetischen Fluss und verbessert die Energieeffizienz des Elektromotors gezielt. Insgesamt werden 200 Einzelmagnete für eine Antriebseinheit verbaut. Sie erzeugen durch wechselnde An- und Abstoßung ein Drehmoment, das die Räder des blue.cruisers rotieren lässt.

thyssenkrupp blue.cruiser

Mit viel Fingerspitzengefühl justiert Jan Kniprath, Teamchef Motor, einen der vier Radnabenmotoren des blue.cruisers.

Die Magnete leisten nicht nur im E-Motor zuverlässig Dienst

Sie fixieren außerdem das Solarpanel auf dem Dach des blue.cruisers und sorgen dafür, dass es nicht vom Fahrtwind davonfliegt.

Der thyssenkrupp blue.cruiser ist das dritte solarbetriebene Fahrzeug, das die Hochschule Bochum zusammen mit Forschungspartner thyssenkrupp entwickelt, und es ist das erste, das über einen Vierrad-Antrieb mit viel Power verfügt –go, blue.cruiser, go!

 

Mehr zum Thema Stahl unter www.thyssenkrupp-steel.com

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