BeyondConventions: fünf Experten-Tipps für deinen Start-up-Erfolg

Digitalisierung und Industrie 4.0 | Innovationen | Technologietrends | Unternehmenskultur | Wissenswertes | Am 12. und 13. Februar 2019 trafen sich im Essener thyssenkrupp Quartier zum zweiten Mal Start-ups und Großunternehmen zum Start-up-Gipfel BeyondConventions. Mit dabei: drei erfahrene Digital-Experten und Visionäre! Für euch haben wir ihre wichtigsten Tipps für erfolgreiche Start-ups und gelungene Kollaboration zusammengefasst.

Dank neuer digitaler Technologien rückt unsere Welt jeden Tag näher zusammen. Das verändert nicht nur unseren privaten Alltag, sondern auch die Arbeit in Unternehmen – insbesondere die großer Konzerne. In Zeiten von Cloud Working, Augmented Reality und Chatbots brauchen gerade sie ganz neue Denkweisen, um ihre komplexen Prozesse, Produkte und Services fit für die digitale Zukunft zu machen. Die gute Nachricht: Auch Großunternehmen ebnet der digitale Wandel ganz neue Wege, um ihr Geschäft erfolgreicher zu machen. Was es dazu braucht? Kreative Ideen, einen frischen Geist und genug Mut zur Veränderung!

Wie passen Großkonzerne und digitale Start-ups zusammen? Sehr gut – wenn beide Seiten offen sind für Kollaboration. Beim Digital-Event BeyondConventions, das dieses Jahr bereits zum zweiten Mal bei thyssenkrupp in Essen stattfand, kommt es genau darauf an – echte Zusammenarbeit.
Wie passen Großkonzerne und digitale Start-ups zusammen? Sehr gut – wenn beide Seiten offen sind für Kollaboration. Beim Digital-Event BeyondConventions, das dieses Jahr bereits zum zweiten Mal bei thyssenkrupp in Essen stattfand, kommt es genau darauf an – echte Zusammenarbeit.

BeyondConventions: Start-ups und Unternehmen arbeiten Hand in Hand

Diesen Mut haben sieben Großunternehmen aus dem Ruhrgebiet im Februar 2019 zum zweiten Mal gezeigt – mit dem Start-up-Event BeyondConventions. Der Gastgeber: thyssenkrupp. Die Idee: jungen Start-ups die Chance geben, innovative Ideen für digitale Herausforderungen von Unternehmen zu entwickeln. Die Resonanz: 200 Startups aus 25 verschiedenen Ländern, die einen der Big Player für eine langfristige Zusammenarbeit begeistern wollten. Es ist ein einzigartiger Ansatz, der talentierte Start-ups und etablierte Unternehmen unmittelbar an einen Tisch bringt – alles unter einem Credo: voneinander lernen, miteinander wachsen.

Kollaboration als Dosenöffner im digitalen Wandel

Peter Vinnemeier, Mitgründer des erfolgreichen Reiseportals trivago, brachte die Notwendigkeit von Kollaboration während seiner diesjährigen Keynote auf den Punkt: „Heute ist Technologie so komplex, dass Zusammenarbeit von Experten aus allen Bereichen einfach zum Muss wird.“ Und auch Deloitte-Partner Andrew Goldstein und Googles Innovationschef Frederik G. Pferdt gaben den Start-ups und Unternehmen wertvolle Insights mit auf den Weg. Wir haben die fünf wichtigsten Tipps für euch zusammengefasst.

Auf der Bühne von BeyondConventions bat Googles Innovationsguru Frederik G. Pferdt die Teilnehmer, ihre persönliche Vision der Zukunft auf bunte Zettel zu schreiben – nur, um sie dann aufzufordern, eben diese zu zerknüllen und in den Saal zu werfen. Denn: Die Zukunft voraussehen kann man nicht allein, sondern nur, wenn verschiedene Sichtweisen und Expertisen zusammenkommen.
Auf der Bühne von BeyondConventions bat Googles Innovationsguru Frederik G. Pferdt die Teilnehmer, ihre persönliche Vision der Zukunft auf bunte Zettel zu schreiben – nur, um sie dann aufzufordern, eben diese zu zerknüllen und in den Saal zu werfen. Denn: Die Zukunft voraussehen kann man nicht allein, sondern nur, wenn verschiedene Sichtweisen und Expertisen zusammenkommen.

Tipp Nr. 1: Liebe das, was du tust!

Ein Projekt von der ersten Idee bis zum ultimativen Erfolg voranzutreiben, ist eine langwierige Reise mit vielen Hindernissen. Schließlich muss nicht nur der Businessplan wasserdicht und logisch sein – dein Konzept muss vor allem Investoren, potenzielle Mitarbeiter und den Kunden überzeugen! Wer hier nur halbherzig hinter dem eigenen Service oder Produkt steht, hat im Markt der guten Ideen praktisch keine Chance. Bei BeyondConventions hat es Andrew Goldstein so ausgedrückt: „Du musst leidenschaftlich hinter deiner Geschäftsidee stehen – denn Leidenschaft ist eine der wenigen Sachen, die man nicht faken kann.“

Tipp Nr. 2: Vertraue deiner Idee – nicht deiner Skepsis!

Brainstormings sind sowohl für Start-ups als auch für Unternehmen fester Bestandteil kreativer Prozesse. Gemeinsam rohe Vorschläge in den Raum zu werfen, sie zu ordnen und schließlich in eine feingeschliffene Goldidee zu verwandeln ist ein großartiger Ansatz. Und doch oft zum Scheitern verurteilt, weil die Skepsis einen Strich durch die Kreativ-Rechnung macht. Für Frederik G. Pferdt werden viele großartige Ideen so voreilig verworfen. Sein Ansatz: Vorschläge von Kollegen solltest du nicht länger mit einem negativen „Ja, aber…“ verwässern, sondern die Idee mit einem positiven „Ja, und…!“ gemeinsam im Team weiterentwickeln! Für den Chief Innovation Evangelist von Google ist das nicht nur bloße Theorie: Beim Tech-Riesen erhält jeder Kollege seines Teams einen Bonus, der etwas „Anderes“ versucht und eine frische Idee vorträgt – unabhängig davon, ob diese im Nachhinein funktioniert oder nicht. So können bereits zwei kleine Wörter Skepsis in Optimismus verwandeln.

Ob Start-up oder Konzern: Um erfolgreich zu sein, braucht es Leidenschaft, Mut zum Scheitern, den Anspruch, das eigene Ding wirklich durchzuziehen, eine klare Strategie und belastbare Strukturen, so der Tipp von Andrew Goldstein bei BeyondConventions.
Ob Start-up oder Konzern: Um erfolgreich zu sein, braucht es Leidenschaft, Mut zum Scheitern, den Anspruch, das eigene Ding wirklich durchzuziehen, eine klare Strategie und belastbare Strukturen, so der Tipp von Andrew Goldstein bei BeyondConventions.

Tipp Nr. 3: Mehr Mut zum Risiko!

Hand auf’s Herz: Jeder träumt davon, dass die eigene Vision eines Tages die Welt im Sturm erobert. Gerade am Anfang deiner Karriere wird dir aber jede noch so kleine Entscheidung wie ein riesiges Risiko vorkommen: Was ist, wenn die Idee niemandem gefällt? Wie sollen wir das überhaupt finanzieren? Und sollten wir nicht erst mal den kleineren Schritt gehen? Diesen Fragen begegnet Frederik G. Pferdt am liebsten mit der Flucht nach vorn: „Habt den Mut, auch einmal zu scheitern!“ Nicht umsonst stand BeyondConventions auch in diesem Jahr unter dem Motto „Fail cheap and fail fast.“ Es geht eben nicht darum, wer am meisten versagt, sondern wer bereit ist etwas Neues anzugehen. Das gilt übrigens auch bei Ideen, die nicht von dir selbst kommen. Denn: Gerade die Sichtweisen von Anderen öffnen oft erst die Augen für verstecktes Geschäftspotenzial.

Tipp Nr. 4: Erlaube jedem im Team, Ideen ohne Angst vorzutragen! 

„Was ist der Unterschied zwischen einem produktiven Team und einem, das eher unproduktiv ist?“ Diese Frage stellte Frederik G. Pferdt auf der Bühne bei BeyondConventions. Seine Erfahrungen bei Google haben gezeigt: Es ist das Team, dass „psychologische Sicherheit“ genießt. Das Konzept beschreibt den gemeinsamen Anspruch, dass du und deine Teamkollegen jederzeit die Sicherheit haben, ihre Ideen auch einbringen zu können – ohne Angst vor Repressalien oder Ablehnung. Teammitglieder fühlen sich so nachweislich mehr akzeptiert. Und sind besonders motiviert, die Extrameile zu gehen. Besonders als Teamleader solltest du also darauf unbedingt achten, dass jeder Kollege die anderen respektiert und wertschätzt.

Auch Peter Vinnemeier hatte wertvolle Tipps für die BeyondConventions-Teilnehmer. Zum Beispiel, dass es auf das Team, die Leidenschaft und die Vision ankommt – und nicht auf persönlichen Hintergrund oder Erfahrung.
Auch Peter Vinnemeier hatte wertvolle Tipps für die BeyondConventions-Teilnehmer. Zum Beispiel, dass es auf das Team, die Leidenschaft und die Vision ankommt – und nicht auf persönlichen Hintergrund oder Erfahrung.

Tipp Nr. 5: Erreiche mehr durch Kollaboration – und das schneller!

Das Leitmotiv bei BeyondConventions ist und bleibt Kollaboration. Das hat auch Innovations-Experte Pferdt immer wieder unterstrichen: „Wir müssen uns gegenseitig inspirieren. Weil wir die Zukunft nicht alleine, sondern nur zusammen zu einer besseren machen können.“ Schließlich haben Konzerne oft gar keine andere Möglichkeit als das große Ganze im Blick zu behalten. Im Vergleich dazu können sich kleine, agile Start-ups voll auf technische Details und kreative Ideen konzentrieren. Kommen beide Seiten zusammen, kann Großes entstehen.

Ein perfektes Beispiel dafür ist das Start-up „Orbica“ – einer der Gewinner bei der Premiere von BeyondConventions im Jahr 2018. „Wir konnten große Probleme in kleine, winzige Stücke aufteilen und getrennt daran arbeiten“, erzählte Design Engineer Benjamin Berndzen von thyssenkrupp, der dank BeyondConventions heute eng mit „Orbica“ zusammenarbeitet, beim Rückblick auf die Erfolgsprojekte des vergangenen Jahres.

Einige der Gewinner der ersten Ausgabe von BeyondConventions, darunter zwei Vertreter des Start-ups Orbica (beide rechts), das mit Drohnen-Analysen von thyssenkrupps Industriebaustellen auf sich aufmerksam machte.
Einige der Gewinner der ersten Ausgabe von BeyondConventions, darunter zwei Vertreter des Start-ups Orbica (beide rechts), das mit Drohnen-Analysen von thyssenkrupps Industriebaustellen auf sich aufmerksam machte.

Die Zukunft zu gestalten ist eine Frage der Haltung

Leidenschaft, Vertrauen, Mut und Kollaboration – genau diese Schlagworte bringen auf den Punkt, was ein erfolgreiches Start-up inmitten des digitalen Wandels ausmacht. Unsere Experten bei BeyondConventions gehen als Vorbilder für diese Geisteshaltung seit vielen Jahren voran. Wir meinen: Vertrau deiner Vision! Und zeigt mit euren Teams, was zukunftsweisende Ideen bewegen können! Vielleicht heißt es eines Tages dann auch für dich: „Great to have you here on stage – for our expert key note at BeyondConventions!“

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