Benzin im Blut

Automotive-Sektor | Menschen bei thyssenkrupp | Seit 19 Jahren entwickelt Thomas Heitz Bauteile für die Automobilindustrie. Seine patentierten Lenksäulen steuern heute viele Modelle verschiedener Marken.

Die Lenksäule, die ich hier in den Händen halte, habe ich mit meinem Team entwickelt. Sie ist 70 Zentimeter lang, besteht aus 40 Einzelteilen und ist mit 2,4 Kilogramm die leichteste Lenksäule weltweit. Sechs innovative Patente haben wir gemeinsam für verschiedene Leichtbau-Varianten angemeldet. Mittlerweile kann ich eine Reihe von Automarken aufzählen, in denen Lenksäulen verbaut sind, die ich mitentwickelt habe: zum Beispiel VW, Audi, Seat, Skoda. Aber mein Highlight ist der Bugatti Veyron und auch sein Nachfolger, der Chiron, der diesen Herbst rauskommt. Mit über 430 km/h sind sie die schnellsten Serienautos der Welt – da stecken meine Lenksäulen drin!

Zusammen schafft man mehr – konzernweite Kooperationen bringen uns nach vorne

Seit vielen Jahren entwickle ich nun bei thyssenkrupp Lenksäulen und -wellen. Langeweile ist mir seitdem ein Fremdwort. In puncto Material und Technologie tut sich in der Forschung und Entwicklung enorm viel. Als Leiter der Vorentwicklung für Lenkwellen und Lenksäulen führe ich ein Team mit insgesamt 31 Mitarbeitern. Zusammen arbeiten wir an neuen Produkten und dem ganzheitlichen Ansatz von Leichtbau. Künftig wird es entscheidend sein, nahezu kostenneutral Innovationen im Markt anbieten zu können. Das liegt am Megatrend Energiesparen und CO2-Reduktion. Wir untersuchen Hybridstrukturen für ein innovatives modulares Lenksäulen-Konzept und Lenkwellen mit neuen Schiebeverbindungen für höchste Drehmoment-Beanspruchung. Für die internen Forschungen arbeiten wir mit verschiedenen anderen Konzernunternehmen zusammen. Auch Hochschulkooperationen kommen dabei nicht zu kurz. Die Verbundkraft von thyssenkrupp und die Vernetzung in Projekten wie InCar®plus sind Gold wert – sie fördern die Zusammenarbeit, Kulturwandel und schaffen so Synergieeffekte.

 

„Mit meinem Team probiere ich oft neue Dinge aus – mit viel Dynamik, Leidenschaft, Kreativität und noch mehr Verlangen nach Fortschritt.“

DR.-ING. THOMAS HEITZ (48)Leiter Vorentwicklung Lenkwellen & Lenksäulen

Ohne Macherkultur geht´s nicht

Als ich hier bei thyssenkrupp in Liechtenstein anfing, ist mir die unkomplizierte Kultur des Zusammenarbeitens – diese Macherkultur – sofort aufgefallen. Hier nehmen wir die Probleme in die Hand und lösen sie. Mein Ziel: Alle sollen gut vernetzt sein und sehr vertrauensvoll miteinander arbeiten. Das ist bei Mitarbeitern aus vielen verschiedenen Nationen eine Herausforderung. Aber diese Internationalität ist für mich nach all meinen Dienstreisen in Länder wie China, Mexiko oder Brasilien normal.

Lenksäule von thyssenkrupp

Lenksäule von thyssenkrupp

 

 

 

Einen Daniel Düsentrieb braucht jedes Team

Ich bin fest davon überzeugt, dass es für Innovationen viele Menschen mit unterschiedlichen Talenten braucht. Denn Teams sind immer schon innovativer gewesen als Einzelkämpfer. Dabei braucht es am besten mindestens einen Daniel Düsentrieb in der Gruppe. Nur so werden wir unseren Forschergeist behalten.

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