Auf die Plätze, fertig, los in Darwin

Mobilität der Zukunft | Nachhaltigkeit und Klimaschutz | Startschuss für die Weltmeisterschaft der Solarmobile - und wir sind dabei!

Am Sonntag, den 8. Oktober, fällt endlich der lang ersehnte Startschuss für die Weltmeisterschaft der Solarmobile in Darwin, Australien. Mit dabei: das Team der Hochschule Bochum und der thyssenkrupp blue.cruiser.

Vor Beginn der 3.000 km langen Reise nach Adelaide müssen die Solarcars am Samstag noch auf einer Rennstrecke zeigen, dass Bremsen und Fahrwerk ordnungsgemäß funktionieren. Die schnellste Runde auf dem Kurs legt dann übrigens fest, wer Sonntag von welcher Position aus startet.

„Hinter uns liegen sehr aufregende Wochen“, sagt Antonie Bauer (Toni), im Team der Hochschule Bochum für die Kommunikation zuständig. So wurde erst jetzt die australische Straßentauglichkeit des thyssenkrupp blue.cruisers und aller anderen Solarautos vom Veranstalter geprüft. „Beim Static Scrutineering, das einer TÜV-Prüfung ähnelt, mussten wir zeigen, dass wir beim Bau des Fahrzeuges alle Regeln eingehalten haben.“ Es wurde zudem die Fläche der Solarzellen vermessen, der blue.cruiser gewogen, die Sicht des Fahrers überprüft. „In 15 Sekunden müssen alle vier Insassen über nur zwei Türen im Notfall aussteigen können“, listet Toni ein wesentliches Kriterium der Prüfung auf. Sie ist zusammen mit dem größten Teil der Studierenden und dem thyssenkrupp blue.cruiser bereits seit Ende August auf dem roten Kontinent. „Wir haben in den letzten Wochen gemeinsam bereits einige Hürden genommen“, sagt sie. Denn mehrere hundert Kilometer auf dem rauen Asphalt des Stuart Highway deckten alle Schwächen und Mängel auf, die bisher bei Probefahrten in Deutschland nicht aufgefallen sind. „Die Leistung des Solargenerators konnten wir endlich unter realistischen Rennbedingungen messen.“ Zudem ging der Energieverbrauch des Fahrzeugs bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten in die finale Strategieplanung ein. „Besonders intensiv kümmerten sich die Mechaniker um das hintere Fahrwerk. Hier haben wir eine zusätzliche Versteifung eingebaut, auf die wir aus Gewichtsgründen eigentlich verzichten wollte.“

Die Regeln für die Cruiser-Klasse, in der die Bochumer fahren, haben sich in diesem Jahr stark geändert. „Wie schnell man fährt, entscheidet nicht über Sieg oder Niederlage“, erklärt Toni. „Vorgegeben ist lediglich ein Zeitfenster, in dem man in Adelaide ankommen muss und zwar am nächsten Freitag (13.10.) zwischen 11 und 14 Uhr Ortszeit.“ Wichtig für die Platzierung sind vielmehr die Anzahl der Personen, die transportiert wurden, und die verbrauchte Energie. „Sie wird gemessen in der Anzahl der Ladungen der Batteriekapazität über das Stromnetz.“ Zusätzlich findet am Samstag, den 14.10., eine Praktikabilitätsprüfung unter anderem mit Einparktests und Stauraumcheck statt sowie eine Jurorenbewertung, bei der Autoprofis entscheiden können, welches Solarcar sie kaufen würden. Schlusspunkt der Weltmeisterschaft bildet die offizielle Siegerehrung am Sonntagabend, den 15.10. Dann stehen alle Ergebnisse fest.

SolarCar

Hochschule Bochum baut seit 15 Jahren Sonnenwagen

Die Hochschule Bochum konstruiert und baut seit über 15 Jahren von Solarenergie angetriebene Elektrofahrzeuge. Einer der Sonnenwagen hat 2012 die Welt nur mit Sonnenenergie umrundet und hält den Guinness-Rekord  für die längste solarautark gefahrene Strecke mit 29.753 Kilometern.

Weltmeisterschaft alle zwei Jahre in Australien

Die Weltmeisterschaft der Solarcars findet alle zwei Jahre in Australien statt und führt als Wettbewerb auf öffentlichen Straßen von Norden nach Süden durch den Kontinent. Der „thyssenkrupp blue.cruiser“ wird in der nach einem Bochumer Fahrzeug benannten Cruiser-Klasse starten, in der Alltagstauglichkeit, eine Straßenzulassung im Ursprungsland und mindestens zwei Sitzplätze vom Reglement verlangt werden. Neben der Energie, die auch während der Fahrt aus den auf der Oberfläche montierten Solarzellen gewonnen wird, darf in dieser Klasse das Batteriepaket, dessen Kapazität man frei wählen kann, im Wettbewerb aus dem Netz wieder aufgeladen werden. Das Fahrzeug aus Bochum ist einer von nur zwei Teilnehmern aus Deutschland.

Autor

Krisztina Juhasz
  • geschrieben von Krisztina Juhasz
  • 6. Oktober 2017

super:)

könnte man nicht auch den aufprallenden Wind als Energie nutzen?
Oder mit Dynamo ähnliche Struktur Strom von laufenden Rädern erzeugen?

Autor

StefanDausD
  • geschrieben von StefanDausD
  • 7. Oktober 2017

Go BORIS.PLUS Go!

    Autor

    StefanDausD
    • geschrieben von StefanDausD
    • 7. Oktober 2017

    Go BO go

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